Auflösung Fotorätsel: An der Stadtrandsiedlung entsteht Stolbergs größtes Baugebiet

Auflösung Fotorätsel : An der Stadtrandsiedlung entsteht Stolbergs größtes Baugebiet

In Bewegung ist der Donnerberg, wo an der Stadtrandsiedlung Stolbergs größtes Neubaugebiet entstent. Das Sportzentrum Krakau ist Vergangenheit. Wo einst mehrere Fußballplätze, zwei Tennisplätze und mehrere Sportheime lagen, entsteht momentan ein Neubaugebiet.

Derzeit wird das Gelände am Rand der in den 1930er Jahren errichteten Stadtrandsiedlung für den Bau von Eigenheimen durch die Anlage der Erschließungsstraßen vorbereitet.

Das Sportzentrum Krakau ist in den 1920er Jahren entstanden. 1925 wurde dort der erste Fußballplatz angelegt. Ein Sportplatz, der nicht nur den Fußballern, sondern auch den Handballern und den Leichtathleten für ihren Sport dienen sollte, war dort schon 1913 geplant. Die Baumaßnahme scheiterte aber am Ersten Weltkrieg und der folgenden Weltwirtschaftskrise.

1928 wurde auf Krakau, später Krakau I genannt, das erste Sportheim errichtet. Dieses Gebäude war mit dem im vergangen Jahr abgerissenen Anwesen Trockener Weiher 54 identisch. Otto Thiel, der damalige Stadtbaumeister hatte den zweigeschossigen Bau entworfen: Im Erdgeschosse waren die Dusch- und Umkleideräume untergebracht, und im Obergeschoss lag die Wohnung des Platzwartes. 1934 wurde Krakau I in „Hindenburg-Kampfbahn” umbenannt. Anlass war der im gleichen Jahr erfolgte Tod von Paul von Hindenburg, der von 1925 bis 1934 das Amt des Reichspräsidenten der Weimarer Republik bekleidet hatte.

1937 sollte die Anlage um weitere zwei Plätze erweitert werden. Aber auch diesmal verhinderte der Ausbruch eines Krieges die Durchführung dieses Vorhabens.

Die schon in der Vorkriegszeit geplante Erweiterung erfolgte erst 1972. Ein neuer Trainingsplatz und ein neuer Aschenplatz entstanden auf Krakau I. Erweitert wurde auch das in den späten 1920er Jahren errichtete, ursprüngliche Sportheim. 1989 wurde das alte Gebäude durch einen eingeschossigen Flachbau ergänzt.

Eine ähnliche Geschichte hat Krakau II erlebt. Diese parallel einst zur Straße Stadtrandsiedlung gelegene Anlage, die aus einem Sportplatz, einem Sportheim und zwei Tennisplätzen bestand, wurde Mitte der 1980 Jahre errichtet. Sie war das Werk der damaligen DJK Frisch-Froh Stolberg. Das dazu benötigte Gelände hatte die Stadt Stolberg zur Verfügung gestellt.

Bis 2016 ist Krakau I vom 1911 gegründeten FC Columbia genutzt worden. Im gleichen Jahr ging dieser Verein mit seinen Kollegen vom Donnerberg eine Verbindung ein und nennt sich seitdem „FSV Columbia Donnerberg".

Schon 2010 war die auf Krakau II beheimatete DJK Frisch-Froh Stolberg mit dem SV Stolberg eine Verbindung eingegangen und nennt sich seitdem „FC Stolberg 10", zu dem später auch der SC Münsterbusch stieß. Neue Anlagen – Kunstrasenplätze - erhielten die beiden Altvereine am Glashütter Weiher und an der Birkengangstraße.

Durch diese Fusionen wurden die Anlagen auf Krakau (I und II) entbehrlich und konnten in der Folgezeit für die Anlegung eines Neubaugebietes genutzt werden. Begrenzt wir das Neubaugebiet von der eingangs erwähnten, 1934 entstanden Stadtrandsiedlung. Sie hatte anfänglich aus 14 Häusern bestanden.

(doe)