Stolberg: Altstadttor: Letzte Hürde steht im Stolberger Rathaus

Stolberg: Altstadttor: Letzte Hürde steht im Stolberger Rathaus

Wenn Hartmut Kleis derzeit einen Wunsch hat, dann ist es dieser: „Es wäre toll, wenn es gelingen würde, pünktlich zur Stadtparty das erste Altstadttor einzuweihen.“ Gut sieben Wochen bleiben dem engagierten Geschäftsmann und Bürger somit, um diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen.

Allerdings ist jetzt zunächst einmal die Stadtverwaltung am Zuge, die über den zu Beginn der Sommerferien eingereichten Bauantrag befinden muss.

Hartmut Kleis ist zuversichtlich, das erste Tor zum Stadtfest einweihen zu können. Foto: M. Grobusch

Das erste von insgesamt sechs Toren, die die Grenzen der Altstadt nachzeichnen und deren Hauptzugänge markieren sollen, wird seinen Platz an der Zweifaller Straße/Ecke Burgstraße finden. Die Politik hatte der privaten Initiative, die allein über Sponsorengelder finanziert werden soll, bereits Ende vergangenen Jahres ihre Zustimmung erteilt. Seitdem laufen die Detailplanungen auf Hochtouren. „Die Altstadttore sind, so wie sie jetzt gebaut werden sollen, nicht die Idee einiger weniger Bürger, sondern das Ergebnis einer intensiven gesellschaftlichen Diskussion“, betont Initiator Kleis. Das Projekt war unter anderem im Arbeitskreis Tourismus mehrfach thematisiert worden. „Und aufgrund der dort geäußerten Kritikpunkte und Vorschläge haben wir den ursprünglichen Entwurf für die Tore noch einmal geändert, so dass es jetzt eine breite Zustimmung für das Modell gibt“, freut sich Kleis. Sobald die Genehmigung vorliegt, sollen die beteiligten Architekten, Statiker und Kunstschlosser mit der praktischen Umsetzung beginnen.

„Beim ersten Tor wird der Aufwand sicherlich größer sein als bei den übrigen fünf“, weiß Kleis, der für die primäre Umsetzung rund vier Wochen kalkuliert. Seinen Traum will er trotz des daraus resultierenden Zeitdrucks nicht aufgeben. Ebenso wenig wie die Suche nach weiteren Sponsoren. Drei von den benötigten sechs sind mittlerweile gefunden: Neben dem Sanitätshaus Kleis haben auch Michael Osthoff und Gerd Radmacher sowie Adi Radermacher ihre Zusage gegeben.

„Wir suchen weiterhin Geschäftsleute, Ärzte oder Notare, die sich mit Stolberg identifizieren und das mit der Unterstützung eines Altstadttores zum Ausdruck bringen möchten“, formuliert Hartmut Kleis noch einmal einen Appell. Dass dieser ungehört verhallen könnte, fürchtet er nach eigener Aussage nicht: „Ich bin fest davon überzeugt, dass unser Projekt eine weitere Dynamik erhalten wird, sobald das erste Tor steht und jeder sich ein Bild von dessen Aussehen und Ausstrahlung machen kann.“ Für ihn steht fest: „Die Tore sind ein Zeichen des Aufbruchs, an denen man erkennen kann, dass sich in Stolberg etwas tut.“