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Stolberg-Donnerberg: Allianz für Ganztagsgrundschule

Stolberg-Donnerberg : Allianz für Ganztagsgrundschule

Die Umstände, unter denen der Schulausschuss am Mittwochabend seine Sitzung abgehielt, hätten bezeichnender nicht sein können: „Wir verfügen über keinen großen Raum und auch über kein Klassenzimmer, das wir für zusätzlichen Unterricht nutzen können.”

Dramatisch, so betonte die Leiterin Birgit Weiß-Schröder, sei die Platzsituation an der Grundschule Höhenstraße, unmöglich deshalb auch die Erfüllung des für über 80 Kinder geäußerten Wunsches, bereits zum Schuljahr 2004/05 die offene Ganztagsgrundschule auf dem Donnerberg einzuführen.

Elternschlangen bis in den Flur

Dem mochten die Ausschuss-Mitglieder nicht widersprechen. Nicht zuletzt wohl auch, weil viele der betroffenen Eltern ihrem Anliegen mit persönlicher Präsenz Nachdruck verliehen - und das in langen Schlangen stehend bis in den Flur. Was in diesem Sommer wegen der Raumnot nicht realisiert werden kann, soll nun für das nächste Jahr quasi garantiert werden.

Der Einführung der Ganztagsgrundschule im Sommer 2005 stimmten CDU, SPD und Grüne bei einer Gegenstimme der FDP geschlossen zu. Und beauftragten die Verwaltung zugleich damit, dafür Sorge zu tragen, dass für das ganztägige Angebot binnen der nächsten 14 Monate die räumlichen Vorraussetzungen geschaffen werden.

Anbau mit verschiebbaren Wänden

Favorit bei allen drei befürwortenden Fraktionen ist ein Anbau an das bestehende Schulgebäude. Er soll über drei Klassenzimmer verfügen, die durch verschiebbare Wände voneinander getrennt werden. „Davon hätten nicht nur alle Schüler etwas, sondern auch der Donnerberg insgesamt, denn es würde mit den Schulräumen zugleich ein großer Saal geschaffen”, argumentierten CDU und SPD unisono. Alleine die FDP wollte dem gegenüber dem Verwaltungs-Vorschlag erweiterten Beschluss nicht zustimmen.

Sie beharrt weiterhin darauf, dass der von der Stadt für die Baumaßnahmen zu erbringende Eigenanteil von zehn Prozent - die übrigen Kosten übernimmt der Bund - über Elternbeiträge finanziert werden. Das aber hatte der Stadtrat in seiner Sitzung am 25. Mai mit breiter Mehrheit abgelehnt.