Adventskonzert in Breinig lockt viele Besucher an

Pfarrkirche St. Barbara : Mit Musik auf das Weihnachtsfest vorbereiten

Beim traditionellen Konzert zum zweiten Advent ging es darum, sich innerlich auf Weihnachten vorzubereiten.

Bereits eine Stunde vor Konzertbeginn waren in der stimmungsvoll erleuchteten Pfarrkirche St. Barbara nur noch wenige Plätze auf den Kirchenbänken frei. Wie gewohnt fanden sich zum traditionellen Adventskonzert des Orchesters Musikalische Gesellschaft Breinig, des Kirchenchors St. Barbara und des Kleinen Chors Breinig-Schevenhütte zahlreiche Zuhörer ein. Bis zur letzten Minute probten die Chöre noch fleißig im Pfarramt, bevor das Konzert zum zweiten Advent von Pastor Ulrich Lühring eröffnet wurde, der sich bei allen bedankte, die sich Zeit für das Adventskonzert genommen hatten.

Das Thema „Zeit“ thematisierte der Pastor auch in seiner Begrüßungsrede. Lühring zitierte den deutschen Lyriker Angelus Silesius mit folgenden Worten: „Halt an, wo läufst du hin? Der Himmel ist in dir.“ Denn in der Vorweihnachtszeit bestehe oft die Gefahr, sich in Äußerlichkeiten, wie Plätzchen backen und Geschenke besorgen, zu verlieren. Dabei werde das Innere vergessen und genau darum gehe es beim Adventskonzert: Sich innerlich auf das Weihnachtsfest vorzubereiten.

Nach diesen Worten wurde das Adventskonzert vom Orchester Musikalische Gesellschaft Breinig unter der Leitung von Dieter Beißel mit Georg Friedrich Händels Festmusik in B-Dur eröffnet. Der langsame und besinnliche Anfang mündete in einem schönen Allegro, bevor sich der Kirchenchor St. Barbara unterstützt vom Kleinen Chor Breinig-Schevenhütte zum Orchester gesellte und Valentin Rathgebers Missa in F-Dur Kyrie, Gloria, Sanctus/Benedictus, Agnus Dei zum Besten gab. Franz Körfer, der erneut die Gesamtleitung innehatte, richtete dann das Wort an das Publikum: „Traditionsgemäß sind Sie jetzt auch nochmal dran: Sie dürfen nun mitsingen.“ Dieser Aufforderung kamen die Zuhörer lautstark nach und trugen begleitet von der Orgel Johann Sebastian Bachs Choral „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ vor. Somit ertönte ein dritter Chor in der Pfarrkirche St. Barbara.

Als die Chöre verstummten, spielten die Instrumentalisten die „Serenade Opus 20“ des britischen Komponisten Edward Elgar. Auch mit Elgars „Ave Maria“ und Thomas Helmores „O komm, o komm, du Morgenstern“ sowie Werner Hoffmanns „Freude, Freude macht sich breit“ schufen der Kirchenchor und Kleine Chor Höhepunkte beim Adventskonzert.

Ein weiterer Höhepunkt war das aus der Gegenwart stammende „Magnificat“ des Briten Richard Shephard (1949), bei dem zum ersten Mal der fünfzehnjährige Organist Martin Schikarski die beiden Chöre virtuos begleitete. Fehlen durfte natürlich auch Händels Adventslied „Tochter Zion“ nicht, dass von Zuhörern, Chören, Orchester und Orgel als gemeinsamer Abschluss vorgetragen wurde. Am Schluss des Adventkonzerts waren die Zuhörer in vorweihnachtliche Stimmung versetzt worden und bedankten sich dafür mit großem Applaus.