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Stolberg: A 44-Anschluss ab 2009?

Stolberg : A 44-Anschluss ab 2009?

Bevor der Stolberger Anschluss an die Autobahn 44 bei Eilendorf in Betrieb gehen kann, müssen umfangreiche flankierende Maßnahmen erfolgen.

Diese Forderung soll auf Vorschlag der Verwaltung die Stadt Stolberg beim Landesbetrieb Straßenbau erheben. „Angemessene Maßnahmen zur Verkehrssicherung, zur Geschwindigkeitsreduzierung und zum Lärmschutz für die Sebastianusstaße in der Ortslage Atsch und für die L221 in der Buschmühle und in Münsterbusch sind unerlässlich”, betont Simone Kaes-Torchiani.

Darüber hinaus seien Maßnahmen erforderlich, die eine problemlose Abwicklung eines dann erhöhten Verkehrsaufkommens im Bereich Atsch Dreieck ermöglichen. Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt wird sich mit diesen Forderungen am 8.Juli beschäftigen.

Im Grunde begrüßt die Beigeordnete für das technische Dezernat eine im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung modifizierte neue Trassenführung für den Autobahnanschluss, weil „die für die Atsch zu erwartende Belastung etwas geringfügiger ist”.

Zwei Kreisverkehre

Im Grunde folgt der Anschluss an die A44 in Höhe des Aachener Kompostplatzes dem Verlauf der Autobahn in Richtung Eilendorf, um etwa im Bereich der heutigen Einmündung des „Deltourserb” mit einem Kreisverkehr auf die Von-Coels-Straße zu münden. Ein weiterer Kreisverkehr entsteht für der Einmündung der Sebastianusstraße - allerdings so in Richtung Friedhof verschoben, dass auch der Sebastianusweg an den „Kreisel” angeschlossen werden kann.

„Die unmittelbare Anbindung an das Autobahnnetz bedeutet für Stolberg eine Verbesserung der Entwicklungschancen für Gewerbeansiedlun und Wohnen sowie für bestimmte Straßen eine Verkehrsentlastung”, bilanziert Kaes-Torchiani. „Allerdings auch eine erhöhte Belastung für die Sebastianus- und die Cockerillstraße”. Noch vorgelegt werden muss durch den Landesbetrieb Straßenbau eine Prognose der Verkehrsentwicklung.

Umgehung für die Buschmühle

Bis der Autobahnanschluss jedoch Realität wird, werden noch einige Jahre ins Feld ziehen. „Wir beginnen jetzt mit dem Linienbestimmungsverfahren”, erklärt Jürgen Jacobs, der Leiter des Landesbetriebs. Etwa Mitte 2005 kann dann der Regionalrat den erforderlichen Beschluss fassen. Es folgen technischer Vorentwurf (bis Mitte 2006), dann das rund zwei Jahre dauernde Planfeststellungsverfahren. „Mit einem Baubeginn kann im günstigen Fall Ende 2008 / Anfang 2009 gerechnet werden”, prognostiziert Jacobs.

Mit rund einjähriger Verzögerung könnte dann auch eine Umgehung der Engstelle Buschmühle Realität werden. Diese Vorstellung ist allerdings noch nicht in den Landesstraßenbedarfsplan aufgenommen worden. Der soll erst dann fortgeschrieben werden, wenn der neue Bundesstraßenbedarfsplan verabschiedet ist, was für diesen Sommer erwartet wird.