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Stolberg: 600 Stolberger schließen sich Warnstreiks an

Stolberg : 600 Stolberger schließen sich Warnstreiks an

Mit einer hohen Beteiligung sind am Donnerstag die ersten Warnstreiks der laufenden Tarifrunde in der Stolberger Metall- und Elektroindustrie angelaufen. Bei Prymetall und Kerpen legten am Morgen jeweils rund 150 Mitarbeiter für eine halbe Stunde die Arbeit nieder und versammelten sich auf dem Betriebsgelände.

Die Belegschaft von Prymetall wurde dabei von den Kollegen der benachbarten Prym-Gruppe unterstützt, die sich in ihrer Frühstückspause mit den Streikenden solidarisierten. Wegen des dort geltenden Haustarifs und der noch nicht abgelaufenen Friedenspflicht durften sie sich nicht offiziell an dem Ausstand beteiligen.

Eine Premiere feierte die IG Metall, die zu den Warnstreiks aufgerufen hatte, im Kerpen-Werk, wo es erstmals zu Warnstreiks kam. Am Nachmittag wurden die Aktionen im Stolberger Metallwerk und bei Schwermetall fortgesetzt.

Auch dort erntete Helmut Wirtz tosenden Applaus für seine Ankündigung, im Falle eines neuerlichen Scheiterns der Verhandlungen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern zügig eine Urabstimmung zu organisieren.

„Wir können uns weitere Warnstreiks nicht leisten”, stellte der Geschäftsführer der Stolberger IG Metall mit Blick auf den frühen Beginn der Sommerferien fest und kündigte an: „Uns steht eine deutliche Entgelterhöhung angesichts der wirtschaftlichen Lage zu. Und diese werden wir im Zweifelsfall mit massiven Streiks durchsetzen.”