Stolberg-Büsbach: 50. närrischer Umzug lässt keine närrischen Wünsche offen

Stolberg-Büsbach : 50. närrischer Umzug lässt keine närrischen Wünsche offen

Tausende Jecken haben am Sonntag die Straßen Büsbachs gesäumt, und zum Feiern gab es im Barenland Gründe genug. Der große Triumphzug für die Kinderprinzessin Noelia I. (Willhardt Zorrilla) war aus mehreren Anlässen bestens geeignet, um sich fröhlich dem Straßenkarneval hinzugeben.

Zum einen feierte der einzige Kinderkarnevalszug im Stolberger Stadtgebiet einen runden Geburtstag, denn es war der 50. närrische Umzug im Barenland. Und zum anderen bot der Zug der KG Büsbach ein Bild, das keine Wünsche offen ließ.

Die „Brasselbrüder“ hatten ihre Tische mit internationalen Köstlichkeiten gedeckt. Foto: D. Müller

Zahlreiche originelle Fußgruppen und stolze Karnevalswagen wurden euphorisch bejubelt — allen voran die sympathische Kindertollität, die mit spanischen Wurzeln und rheinischem Blut Büsbach regiert. In ihrem prächtigen Prinzessinnenwagen genoss Noelia I. das jecke Spektakel und warf tüchtig Kamelle für das Narrenvolk. Dass die Wagenbauer der gastgebenden KG Büsbach wieder fleißig waren, zeigte schon die witzige Lokomotive, die sie der Zugleitung verpasst hatten. Das große iberische und Bösbijer Gefolge von Noelia I. hatten die Wagenbauer zudem mit einem spanischen Stier ausgestattet — in Lebensgröße.

Auch der überdimensionale Bareschesser rollte wieder durch die Straßen, und die Minis, die Pänz und die Ladies der KG Büsbach waren ebenso unterwegs wie die Garde, Damen- und Herrenelferrat der Gesellschaft und der Koch der KG samt Gulaschkanone.

In dem närrischen Lindwurm war Noelia I. allerdings nicht die einzige jecke Würdenträgerin. Aus Breinig war das Kaiserpaar René (Lauscher) und Janina (Madau) auf dem Wagen der Sündenböcke zu bewundern, und vom Breiniger Berg rollte das erste Kinderprinzenpaar des Balkankarnevals, Annika I. (Keller-Schulte) und Leon I. (Semrau), durch Büsbach.

Mit den Teuflischen Jecken, der KG Mölle, den Mönsterböscher Jonge und der KG Echte Frönde nahmen weitere befreundete Gesellschaften an dem karnevalistischen Volksfest teil und bereicherten dem Kinderzug mit Wagen und Fußgruppen. Für Livemusik waren nicht nur die Trompetenbläser Donnerberg zuständig, sondern auch die Interessengemeinschaft Atscher Jecke in tollen Pharaonenkostümen.

Ohnehin war die Vielzahl der Fußgruppen und deren Kostümierungen ein beeindruckendes Aushängeschild für den Büsbacher Straßenkarneval. So hatten sich etwa die „Jecken vom Margeritenplatz“ passend zum Kinderzug als Überraschungseier verkleidet.

Die „Preesterländer“ hatten das Motto „Büsbachs Drachen lassen es krachen“, und die Pfadfinder waren als Froschkönige gut gelaunt. Ihre Tische mit internationalen Köstlichkeiten gedeckt hatten die „Brasselbrüder“, und die kleinen und großen „Dellpiraten“ kaperten das „Barenschiff“ in friedlicher Absicht.

Eines der vielen Glanzlichter des Zuges kam wieder vom Sender, denn die „Superhubääte“ verbreiteten beste Stimmung. Eher zu Späßen und nicht zum Gruseln aufgelegt waren die Gespenster der Grundschule Bischofstraße. Und die Gruppe, die als Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer dabei waren, hatten selbstverständlich auch ihre Lok Emma mitgebracht.

Eine muntere Dorffer Gruppe entführte die Jecken am Straßenrand auf den Bauernhof, die „Moving Flashlights“ dagegen in den Dschungel. Außerdem bevölkerten Rocker und witzige „Malle-Touristen“, die ihrem Namen und vielen bestehenden Vorurteilen alle Ehre machten, den 50. Kinderkarnevalszug.

Nach dessen Ende ging es munter weiter: Mit der KG Büsbach konnte im Bürgerhaus bei der „After-Zoch-Party“ noch lange und kräftig gefeiert werden.