Stolberg: 25 Jahre alt und noch immer druckfrisch

Stolberg: 25 Jahre alt und noch immer druckfrisch

Seit einem Vierteljahrhundert informiert das Senioren-Magazin bereits die Bewohner des Seniorenwohn- und Sozialzentrums Stolberg im Amselweg. In den Anfängen wurde das Magazin mit der Schreibmaschine erstellt und das kleine Heftchen im DIN A 5 Format schwarzweiß kopiert.

Seitdem aber hat sich das bei den meisten Bewohnern des Hauses am Amselweg äußerst begehrte Magazin enorm verändert.

Mit modernen Medien vertraut

Im Jahr 2000 übernahm Anita Schings den ehrenamtlichen Posten der Redakteurin von Charlotte Bierfeld und ist seitdem die verantwortliche Herausgeberin des Senioren-Magazins. Schings hatte zuvor an der Volkshochschule Kurse besucht, um sich mit dem modernen Medium Computer vertraut zu machen.

Heute ist das Magazin von zeitgemäßem Layout und übersichtlicher Gestaltung geprägt. Der professionelle Satz, die verschiedenen Schriftarten und das Anreichern mit Fotos seien indes erst durch das Arbeiten mit einem PC möglich geworden, erklärt Schings.

„Wenn man erst einmal mit dem Gerät umgehen kann, vereinfacht der Computer vieles und bietet außerdem eine wesentlich größere Gestaltungsvielfalt”, beschreibt die Redakteurin ihr wichtigstes Arbeitsgerät.

Das Telefon und vor allem die direkte Kommunikation von Mensch zu Mensch machen weitere wichtige Aspekte ihres Schaffens aus, denn der Service für die Leser wird im Senioren-Magazin groß geschrieben. Geburtstage, Neuzugänge, Danksagungen, Nachrufe und der Veranstaltungskalender haben einen festen Platz in der Zeitschrift.

Die dazugehörigen Namen, Daten und Ereignisse wollen erst einmal recherchiert und angefertigte Listen stets auf dem Laufenden gehalten werden. „Ich genieße als Redakteurin allerdings die volle Unterstützung der Hausverwaltung”, sagt die 83-Jährige bescheiden.

Um zwei Seiten des Magazins braucht sie sich nicht zu kümmern, diese gehören der „Pflegestation aktuell”. Die restlichen acht DIN A 4 Seiten der Zeitschrift füllt Schings mit Berichten von Feiern, Veranstaltungen und Ausflügen der Bewohner des Hauses.

Auch ein Gedicht darf in keiner Ausgabe fehlen. Die lyrischen Texte stammen aus einem ihrer Gedichtbände und oft auch aus den Federn der Hausbewohner. Natürlich beinhaltet das Senioren-Magazin ebenso Artikel von Schings zu aktuellen Anlässen und zum allgemeinen Zeitgeschehen.

„Langeweile habe ich keine”, lächelt Anita Schings. Wen wundert´s, spielt die rüstige Seniorin doch Tischtennis, musiziert auf dem Keyboard in ihrer Wohnung und zeichnet sich für das Senioren-Magazin verantwortlich.

Hilfe von Katharina Kaussen

Froh ist die Redakteurin über die Hilfe von Katharina Kaussen, ebenfalls Bewohnerin des Haus am Amselweg, die hin und wieder Texte und Fotos beisteuert.

Seit Februar diesen Jahres erscheinen die 240 kostenlosen Exemplare des Magazins nur noch alle zwei Monate und werden von einer Druckerei vervielfältigt - finanziert durch Anzeigenwerbung.

Die leidenschaftliche Redakteurin sieht diese Entwicklung mit einem lachenden und einem weinenden Auge: „Das Layout, die Fotos und der farbige Umschlag des Magazins sind nun qualitativ hochwertiger.

Aber als es noch monatlich erschien, war es einfach aktueller, und die Anzeigen benötigen Platz, den ich oftmals lieber mit redaktionellen Inhalten füllen würde.”

Die Jubiläumsfeier „25 Jahre Senioren-Magazin” findet am Samstag, 14. August ab 15 Uhr im Foyer des Seniorenwohn- und Sozialzentrum im Amselweg 23 statt.

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