Stolberg: 1700 Menschen sind auf die Tafel angewiesen

Stolberg: 1700 Menschen sind auf die Tafel angewiesen

Eine lockere Atmosphäre herrscht beim Neujahrsempfang der Stolberger Tafel in der Donnerberger-Kaserne. Thomas Schellhoff, Vorsitzender des Vereins, bedankt sich bei allen Helferinnen und Helfern der Tafel für die Mitarbeit.

„Ein Jahresrückblick, kulinarisch und klassisch“ lautet das Programm des Abends. Ein deftig Abendbuffet steht für die rund 100 Unterstützer der Tafel bereit und ein unterhaltendes Abendprogramm, die zwei Sänger des Stadttheaters Aachen mitgestalten.

„In unserer großen Freude wollen wir das Jahr Revue passieren lassen und uns noch einmal herzlich für das Engagement bei unseren Mitgliedern bedanken“, sagt Franz-Josef Loch, stellvertretender Vorsitzender der Stolberger Tafel.

Der Alltag bei der Tafel ist mit viel Arbeit und Aufwand verbunden, die ohne ehrenamtliche Unterstützung undenkbar wäre. Die Helferinnen und Helfer sind generationenübergreifend, wofür sich Thomas Schellhoff ebenfalls besonders bedankt.

Die älteste Mitarbeiterin des Vereins ist Frau Trudi Beißel. Sechs Tage die Woche arbeiten die Ehrenamtler, um Lebensmittel für einen geringen Obolus für Bedürftige bereit zu stellen.

Der Obolus, den die Kunden der Tafel für die Lebensmittel bezahlen ist hauptsächlich für die Transport-, Miet- und Heizkosten. Mit Kühltransportern holen die Ehrenamtler morgendlich Waren bei 40 Lieferanten in der Umgebung der Kupferstadt ab. Nachmittags wird dann aussortiert und genießbare Waren in Kisten eingeräumt.

Rund 1700 Personen sind auf den Verein angewiesen, und es werden immer mehr mit der steigenden Zahl von Flüchtlingen. „An Spitzentagen kommen sogar 80 bis 90 Kunden“, sagt Loch. Die Zusammenarbeit der Ehrenamtler für einen guten Zweck kann sich auch im neuen Jahr weiterhin zeigen lassen.

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