Stolberg-Büsbach: 150 Jahre bauen am Voreifeldom

Stolberg-Büsbach: 150 Jahre bauen am Voreifeldom

Jürgen Urth lässt nicht locker. Immer wieder wirbt der Pfarrer von St. Hubertus in Büsbach für die 150-Jahr-Feiern des Gotteshauses an der Konrad-Adenauer-Straße — so auch jetzt bei einer Veranstaltung im Hubertushaus.

Dabei führte der Geistliche, wie schon bei der Führung zu den Schätzen der Sakristei, in die Geschichte des 1864 von dem Kölner Weihbischof Baudri geweihten Gotteshauses ein.

Flankiert von einer Figur des Pfarrpatrons, einem Überbleibsel aus der ersten Büsbacher Kirche von 1680, sparte der Priester in seinem Referat nicht mit kritischen Bemerkungen, auch und gerade an die Adresse der Altvorderen der Zeit um 1864: „Es hätte zu denken geben müssen, dass sich am Bauplatz eine Quelle befand.“ Das Resultat: „Die Kirche war so feucht — es war kaum möglich, sie auszumalen.“ Den verschiedenen baulichen Probleme, die dem Stolberger Stadtteil letzten Endes einen neuen Glockenturm beschert haben, widmete sich Urth mit einer nachgerade philologischen Sorgfalt.

Immer wieder sprach aus seinen Ausführungen eine große Liebe zu seiner Wirkungsstätte seit nunmehr rund 30 Jahren.

Beredt schilderte der Seelsorger die Atmosphäre des Innenraums, an dem Pfarrer Urth besonders ein Detail schätzt: „Ich wüsste nicht, wo sonst die Bruchsteinmauern freiliegen.“ Dabei ließ der Pastor immer wieder augenzwinkernde Ironie aufblitzen: „150 Jahre Pfarrkirche St. Hubertus: Das ist 150 Jahre Bauen am Dom der Vorei­fel.“

Bei alledem gelte es aber, ein Gefühl für die Symbolik eines solchen Gebäudes zu bewahren: „Das Gotteshaus aus Stein ist ein Zeichen für die Kirche aus lebendigen Steinen.“

Film über den Turmabriss

Außerdem stellte Filmer Manfred Drunkemöller einen Film über den Abriss des alten und den Aufbau des neuen Glockenturmes vor, den er aus verschiedenen älteren Streifen zusammengeschnitten hatte. Alle Zuhörer des Vortrages nahmen auch dieses Informationsangebot dankbar an.

Und manchem, den Pfarrer eingeschlossen, bescherte Drunkemöllers gelungenes Projekt das schöne Erlebnis, sich selbst oder vertraute Menschen in den Szenen wiederzuerkennen.

(ch)