15. Stolberger Museumsnacht lockt in den Zinkhütter Hof

15. Stolberger Museumsnacht : Flair, Atmosphäre und vielfältige Angebote

Mitmachen war am Samstag angesagt im Museum: Bei der 15. Stolberger Museumsnacht waren Jung und Alt eingeladen, aktiv zu sein. Das Forum des Zinkhütter Hofs verwandelten viele neugierige Mädchen und Jungen in ein „Haus der Forscher“.

Vom Wärmebildshooting der Verbraucherzentrale bis hin zum Schmuckbasteln aus Kronkorken war alles dabei, was Spaß macht. „Wir stellen heute abend kleine Stromkreise mit den Kindern her“, erklärte Brigitte Richter vom Energeticon Alsdorf.

Nebenan am Nebentisch bastelte AWA-Abfallberaterin Nicoll Parthey mit einigen Kindern Amulette aus Wegwerfmaterialien wie Kronkorken, das Jugendparlament und das Helene-Weber-Haus luden ebenfalls zum kreativen Tun und Mitmachen ein.

Während sich die Kinder und Jugendlichen hier amüsierten, zog es viele Erwachsene vor die Bühne im Haupthaus des Zinkhütter Hofs. Hier standen Esther Kirch, Dieter Kasparis Blues Bajasch und die Soulband „Chain of fools“ auf der Bühne, und das Publikum plauderte bei einem Glas Wein über das Erlebte an diesem vielfältigen Abend. Auf der Galerie zog die Retrospektive „In Memoriam“ zu Benno Werth viele Blicke auf sich. In Ruhe konnten die Kunstinteressierten hier die Werke betrachten.

Wie man Amulette aus Kronkorken basteln kann, zeigte Nicoll Parthey im Forum. Es war eines von vielen Angeboten zum Mitmachen für die jüngeren Besucher. Foto: Nina Krüsmann

In der Villa des Zinkhütter Hofs, dem früheren Verwaltungssitz der ehemaligen Glashütte, präsentierten Hartmut Kleis und Karl-Heinz Oedekoven museale Ausstellungsstücke der Medizin-, Pharmazie- und Labortechnik.

Diese ehrenamtlich betreute Sonderabteilung legt den Schwerpunkt auf die Historie der Medizin und der Pharmazie mit den Themen Diagnose, Therapie, Krankenpflege und Arzneiherstellung – unter anderem 90 Jahre Penicillin. Karl-Heinz Oedekoven, selbst aus der Pharmaziebranche, erklärte viele Hintergründe und Wissenswertes zur Bedeutung des Arzneimittels für die Region.

Besucher konnten im Zinkhütter Hof auch in aller Ruhe die Ausstellungen, wie hier Werke von Benno Werth, bewundern. Foto: Nina Krüsmann

„Neonfaden“ und Feuershow

Im illuminierten Außenhof des Zinkhütter Hofs gab es fantasievolle Metallobjekte von Lorenz Bernard zu bestaunen sowie die leuchtende Kunstinstallation von „Neonfaden“. Ein ganz besonderer Hingucker war die Feuershow „Magia della Luce“ von Ronin und Shanti.

Mit dem Bus ging es für viele Besucher bequem zum zweiten großen Schauplatz der Museumsnacht, dem Torburgmuseum in der Altstadt. Bei einer Führung mit Peter Sieprath erlebten hier viele Besucher die Brauhaus-Kultur - inklusive Freibier natürlich. Bei musikalischer Begleitung von Thomas Becker und Camilla Winkler konnte man darüber hinaus selbst Kaffee rösten, drechseln und schmieden. Denn auch in der Torburg war Mitmachen ausdrücklich erwünscht. Zwischendurch stärkten sich die Museums-Nachtschwärmer in der historischen Kaffeestube mit Kaffee und Kuchen.

Der untere Burghof wurde von den Stolberger Burgrittern bespielt, die hier mit heißem Met und handwerklichen Vorführungen aufwarteten. Die Pfadfinder heizten den Ofen am Burg-Kräutergarten an und sorgten ebenfalls für das leibliche Wohl. In der Galerie der Burg erlebten die Gäste einen Einblick in die Artibus-Ausstellung „90 Jahre Antonio Maro“ und genossen bei kaltem, aber trockenen Herbstwetter draußen noch den einen oder anderen Reibekuchen und Becher Glühwein zum Ausklang der 15. Stolberger Museumsnacht.

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