Stolberg: 126 Feuerwehrleute proben den Ernstfall

Stolberg: 126 Feuerwehrleute proben den Ernstfall

Die Stolberger Feuerwehr hat unter der Leitung von Christoph Baumanns, stellvertretender Leiter der Feuerwehr, mit hauptamtlichen und freiwilligen Kräften eine Großübung abgehalten. Schauplatz war das Betriebsgelände der Dalli-Werke.

Ausgangslage war ein großflächiger Stromausfall, durch den es in mehreren Betriebsteilen zu erheblichen Störfällen kam. Die erste Lage stellte eine Verpuffung in der Lehrwerkstatt dar, bei dem sich eine Person schwer verletzt retten konnte und durch Betätigen eines Druckknopfmelders die Feuerwehr alarmierte.

Zwei weitere Personen wurden im Gebäude vermisst. Durch die Löschgruppen Donnerberg und Mitte konnte diese Einsatzstelle schnell „abgearbeitet“ werden. Die beiden vermissten Personen wurden gerettet, der Brand wurde erfolgreich bekämpft, und zwei Schweißgeräte konnten zur weiteren Kühlung ins Freie gebracht werden.

Vollbrand in Schreinerei

Ein angenommener Vollbrand in der Schreinerei löste einen zweiten Einsatz aus. Hierbei drohte das Feuer auf die Kfz-Werkstatt und die Waschmittelproduktion überzugreifen. Im benachbarten Fahrradschuppen wurden zwei Personen vermisst, und durch eine Verrauchung im Bereich des Waschmittelturms flüchteten sich zwei weitere Personen auf eine Außenplattform und schrien dort um Hilfe.

Die Kräfte der Feuerwache und der Löschgruppen Atsch, Büsbach, Venwegen und Breinig konnten die Menschen mit Hilfe der Drehleiter retten und den Brandherd erfolgreich bekämpfen. Die Löschgruppe Büsbach stellte zudem die Wasserversorgung vom Vichtbach aus sicher.

Der dritte simulierte Vorfall war ein Schwelbrand im Erdgeschoss des Mittelbaus. Die Alarmierung erfolgte wie schon im vorherigen Fall durch die Brandmeldeanlage. Auch hier wurden zwei Personen vermisst. Zum Einsatz kamen die Löschgruppen Mausbach, Vicht und Zweifall, die die Erkundung der Lage, die Rettung der gefährdeten Menschen und die Brandbekämpfung gewährleisteten.

Doch damit war es bei dieser Großübung noch nicht getan: Ein durch einen Gabelstapler beschädigtes Gefäß, aus dem eine Ammoniaklösung lief, sowie ein zu versorgender Fahrer, der sich bei dem Versuch, das Leck abzudichten, Verätzungen der Atemwege zugezogen hatte, stellten große Herausforderungen für die Rettungskräfte dar.

Die Löschgruppen Gressenich, Werth und Schevenhütte meisterten diese jedoch vorbildlich, brachten die verletzte Person in Sicherheit, sperrten den Gefahrenbereich und dichteten Gulli-Einläufe ab. Außerdem wurde ein Dekontaminationsplatz eingerichtet und die Abdichtung des Behälters vorbereitet.

Die insgesamt zehn verletzten Menschen wurden übrigens durch Mitglieder der Jugendfeuerwehr dargestellt. An jedem Einsatz war ein Angehöriger der Betriebsfeuerwehr Dalli als ortskundiger Einweiser beteiligt, der der Feuerwehr wichtige Hinweise geben konnte. Insgesamt machten bei der Übung 126 Einsatzkräfte mit. Vor Ort waren auch der städtische Beigeordnete Robert Voigtsberger, Kreisbrandmeister Bernd Hollands sowie der stellvertretende Kreisbrandmeister Jürgen Förster, die sich allesamt ein Bild vom Ablauf der Übung machten.