Sternsinger: Kleine Könige füllen den Selfkantdom

Von: Dettmar Fischer
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„Es ist genug für alle da“: Weihbischof Karl Borsch verteilte in der Heinsberger Propsteikirche St. Gangolf beim Aussendungsgottesdienst die gesegnete Kreide an die vielen Sternsinger. Foto: Dettmar Fischer

Heinsberg. Hoher Besuch im Dom, aber diesmal nicht im Aachener, sondern im Selfkantdom, hoch droben auf dem Kirchberg in Heinsberg. 700 kleine und größere Sternsinger erlebten mit ihren Eltern und vielen Besuchern den von Weihbischof Karl Borsch sehr stimmungsvoll zelebrierten Aussendungsgottesdienst zum Dreikönigssingen 2015 in der Heinsberger Propsteikirche St. Gangolf.

Der Aussendungsort wechselt jährlich. Jedes zweite Jahr findet er im Aachener Dom statt, dazwischen abwechselnd in einer anderen Region des Bistums. So ist Heinsberg alle 16 Jahre an der Reihe, Mädchen und Jungen in den Gewändern der Heiligen Drei Könige auf eine Reise zu senden, die sie von Haus zu Haus führen wird.

Das Kreidezeichen „20C+M+B+ 15“ werden die kleinen Könige als Zeichen des Segens „Christus segne dieses Haus“ auf die Hauswände schreiben. Weihbischof Karl Borsch verteilte die gesegnete Kreide im Gottesdienst an die Sternsinger. „Es ist genug für alle da“, sagte er und griff in die Weidenkörbchen mit den Kreidepäckchen. In seiner Predigt hatte Borsch in dem bis auf den letzten Stehplatz besetzten Kirchenschiff die Kinder mit einbezogen und war auf die Bedeutung des „C M B“ eingegangen. Ein junger Lateinkundler unter den Sternsingern wusste gar die ursprüngliche Formel „Christus Mansionem Benedicat“ auswendig und erhielt als kleines Dankeschön in Vertretung der übrigen Sternsängerinnen und –sänger den Segen des Bischofs vor dem Altar, dessen Umfeld viele schön kostümierte Könige zierten.

Jesus Christus, sagte Borsch, sei nicht nur ein „ganz normales kleines Kind“ gewesen, sondern eben auch der Sohn Gottes. In Jesus offenbare sich die Sehnsucht Gottes nach uns Menschen: „Gottes Sehnsucht ist so groß, wie die von Papa und Mama, wenn sie euch lange nicht gesehen haben.“ Das „Benedicat“ stehe dafür, dass alle Menschen gesegnet werden. „Ihr bringt den Segen Gottes zu den Menschen.“ Und die Sternsinger, so fügte der Bischof hinzu, seien selber auch ein Segen für die notleidenden Kinder in der Welt.

„Segen bringen, Segen sein – Gesunde Ernährung für Kinder auf den Philippinen und weltweit!“ lautet das Motto des Dreikönigssingens des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“ mit Sitz in Aachen, an dem sich zahlreiche ehrenamtliche Helfer in 12 000 Pfarrgemeinden bundesweit beteiligen werden. 2014 wurden 44,5 Millionen Euro eingesammelt. Nach dem Aussendungsgottesdienst im Selfkantdom, den der Bund der Deutschen Katholischen Jugend organisiert hatte, konnten die Kinder in der Realschule Heinsberg bei Kakao und Sternenbrötchen und mit vielen Aktionen mehr über gesunde Ernährung für Kinder erfahren.

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