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Würselen: Zweifel an Waldqualität nach Förster-Abschied

Würselen : Zweifel an Waldqualität nach Förster-Abschied

Zu einem der letzten Adventsspaziergänge mit dem Würselener Forstamtsrat Roland Migende luden die Würselener Grünen interessierte Bürger zum Forsthaus Schwarzenbruch ein.

Nach 46 Berufsjahren - 36 Jahre galten seine Dienste ganz und gar dem Würselener Stadtwald - scheidet Migende aus dem Forstdienst aus, jedoch nicht ohne die gebührende Anerkennung.

„Herr Migende hat einen erheblichen Anteil an dem zufriedenstellenden Gesundheitszustand des Waldes. Ich habe so meine Bedenken, dass dieser Standard aufrecht erhalten wird”, weiß der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Lars Döring, die geleistete Arbeit zu schätzen.

Die Zukunftssorgen der Grünen, um die rund 370 Hektar große Waldfläche, sind aufgrund der Stadtratspläne durchaus berechtigt. „Eventuell müssen wir eine Kooperation mit Eschweiler und Herzogenrath eingehen. Somit ist das gegenwärtige Niveau natürlich nicht zu halten”, sieht Döring die Lage realistisch.

Mit diesen eher trüben Aussichten möchte sich der „Würselener Förster” momentan nicht plagen, blickt er doch viel lieber auf die schönen Berufsjahre zurück. „Auch wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich diesen Beruf wieder wählen. Ich hatte hier die Möglichkeit, einen kleinen Sektor unseres Erdballs zu formen und gestalten. Und ich denke, dass ich diese Aufgabe nach bestem Gewissen erfüllen konnte”, spricht Migende mit sichtlicher Zufriedenheit.

Dabei lag ihm besonders auch die pädagogische Arbeit sehr am Herzen. „Gerade auch den Schulklassen die Schutz-, Nutz- und Erholungsaufgaben des Waldes näher zu bringen, war mir stets eine Freude. Ich habe mich in der Funktion des übermittelnden Organs zwischen Natur und Bevölkerung sehr wohl gefühlt.”