Herzogenrath: Zwei Jagdhornbläser-Ensemble konzertieren in Nacht der offenen Kirchen

Herzogenrath: Zwei Jagdhornbläser-Ensemble konzertieren in Nacht der offenen Kirchen

Viele Besucher lockte das erste gemeinsame Konzert des „Parforcehornkreises Kaiserpfalz Aachen“ und der niederländischen „Jachthoornblazers Sint Hubertus Nieuwenhagen“ in St. Josef Straß zur Nacht der offenen Kirchen.

Schon von weitem waren die Klänge der Naturhornbläser zu hören, die ansonsten bei Fuchsjagden erklingen. Zu Beginn präsentierten die deutsch-niederländischen Bläsergruppen kirchliche Musik, unter anderem „Introitus“ und den Choral aus der Hubertus-Messe von Jules Cantin. Die rund 20 Musiker begeisterten mit Klangfülle und Perfektion bei den fünf- bis sechsstimmigen Stücken. Es folgte jagdliche Musik aus dem 16. und 17. Jahrhundert mit Stücken wie „Point du Jour“, „Marche des Boers“ oder die „Hubertus-Fanfare“.

Das letzte Drittel des Konzerts leitete ein Wortbeitrag zum Nachdenken ein. Irene Etzig vom Parforcehornkreis: „Das Töten um des Töten Willen ist nicht mein Ziel. Doch ist es nicht gnädiger, im Knall zu liegen, anstatt als Mastvieh in den engen Stall gepfercht, mit Medikamenten gedopt und dann gestresst zum Schlachten geführt zu werden?“

Der letzte Teil war leichten Weisen gewidmet, etwa dem „Gruß aus den Bergen“ oder „Jägers Wanderliedchen“. Zum Abschluss waren die Besucher eingeladen, das Volkslied „Kein schöner Land“ von Anton Wilhelm von Zuccalmaglio mitzusingen. Standing Ovations waren die Belohnung für die Musiker. „Zusammen kann man viel auf die Beine stellen! Die vielen Proben sowie sechs Gemeinschaftsproben haben sich gelohnt. Außerdem können durch die Vielzahl der Stimmen auch anspruchsvollere Stücke geprobt werden“, resümierte Irene Etzig: „Wir werden künftig sicher noch das eine oder andere Konzert gemeinsam zum Besten geben.“

(bk)
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