Würselen: „Zeitzeichen“: Geschichtskreis St. Sebastian legt dritte Dokumentation vor

Würselen: „Zeitzeichen“: Geschichtskreis St. Sebastian legt dritte Dokumentation vor

Nach „Spurensuche“ und „Vom Kirchhof zur Stele“ stellte der Geschichtskreis der Pfarre St. Sebastian eine weitere heimatgeschichtliche Dokumentation bei einer kleinen Feier im Pfarrheim an der Wilhelmstraße vor. Es trägt den Titel „Zeitzeichen“ und widmet sich Hauszeichen, Scheitelsteinen, Fassadenschmuck, Skulpturen und Brunnen in der Stadt Würselen.

Es sei ein Herzensanliegen von Karl-Heinz Klinkenberg gewesen, diese Kleinodien in Ecken und Mauern auf die „Platte“ zu bannen und der Nachwelt zu erhalten, bemerkte der Sprecher des Geschichtskreises. Der Spruch „Man sieht oft etwas hundert Mal, tausend Mal, ehe man es zum allerersten Mal wirklich sieht“ von Christian Morgenstern dürfte bei der Erstellung der 110 Seiten umfassenden Fotodokumentation ein Wegbegleiter gewesen sein.

Bei der Präsentation von „Zeitzeichen“ betonte der Leiter des Kulturarchivs, Heinz-Josef Küppers, man könne Karl-Heinz Klinkenberg und seiner Frau Maria, die ihn bei seinen Unternehmungen begleitet hat, nur dankbar sein, „dass er offenen Auges und ausgerüstet mit einem erstaunlichen Spürsinn in unserer Heimatstadt so viele Objekte ausfindig gemacht und im Bild festgehalten hat“. Verschiedene Objekte, die nicht unmittelbar zu sehen sind, fotografieren zu dürfen, auch dazu habe er Mittel und Wege gefunden.

Zu bedenken gab Küppers, „dass Bauten, die heute entstehen, fast ausnahmslos in einem nüchternen, schmucklosen Stil errichtet würden. Wohnhäuser, öffentliche Gebäude, Industriebauten glichen sich von Kiel bis Oberstdorf. „Doch zu bestimmten Zeiten legten Bauherren Wert darauf, ihrem Bauwerk entweder durch Schmuck der verschiedensten Art oder durch andere bauliche Elemente etwas Charakteristisches angedeihen zu lassen. Sei es auch nur, dass ein Scheitelstein das Erbauungsjahr oder die Initialen der Erbauer anzeigt.“

Küppers schloss: „Das Buch ist ein wichtiger Beitrag zur Stadtgeschichte, möge es reges Interesse finden.“ Das erste Exemplar überreichte Wickerath zu treuen Händen dem zuständigen Beigeordneten Roger Nießen.

„Zeitzeichen“ kann auf dem Weihnachts-Kunstmarkt St. Sebastian, im örtlichen Buchhandel sowie bei Maria und Karl-Heinz Klinkenberg, Kasinostraße 9, Telefon 02405/82795, für zwölf Euro erworben werden.

(ehg)