Würselen: Zahlreiche Besucher strömen zum Weihnachtskunstmarkt in Würselen

Würselen : Zahlreiche Besucher strömen zum Weihnachtskunstmarkt in Würselen

Auch am ersten Advent dieses Jahres war der Weihnachtskunstmarkt St. Sebastian mit seinem vielfältigen Angebot im Schatten des „Doms“ erste Adresse. Solange das Wetter es erlaubte, strömten die Besucher in Scharen herbei. Eng wurde es in der heimeligen Budenstadt vor allem am frühen Abend. Neben Geschenkartikeln wurde die Begegnung von Mensch zu Mensch groß geschrieben.

Der 39. Markt war wieder eine großartige Gemeinschaftsproduktion von rund 250 ehrenamtlichen Helfern. Den „Machern“, Gabriele und Adolf Maaßen, Alexandra und Bernd Reichenbach sowie Roland Holland, gebührte am Ende ein großes Lob.

Weit wurde der Angebotsbogen gespannt: Modedesign, Perlenzauber, Gold- und Silberschmuck, Kuscheltiere, Arbeiten aus Filz, Holzschnitzkunst aus dem Erzgebirge, Schals, Hüte, Aluminiumschmuck, Stahlobjekte und Taschenkreationen — überwiegend handwerkliche und kunsthandwerkliche Unikate.

Neben antiquarischem Lesestoff bot die Freundschaftsgesellschaft Burkina Faso/Réo Ware aus Afrika an. Am Unicef-Stand standen Weihnachtskarten hoch im Kurs. Landestypische Produkte aus dem Eisack- und dem Ultental fanden ihre Kundschaft. Zum 12. Male luden die Südtirolfreunde an ihrem Stand zum folkloristischen Treffen ein. Mit einem antiquarischen Bücherstand war der Förderverein Kirchenmusik gut bestückt. „Vor Ort“ gebackene Spekulatius gingen beim Lions-Club besonders gut. Mit im Gepäck hatte er Mistelzweige. Die Messdiener servierten Kinderpunsch und Feuerzangenbowle.

Vielfältig war ebenso das Rahmenprogramm. Für die Kinder drehte sich nicht nur das Nostalgie-Karussell. Gudrun Blum, die vornehmlich im Raum Köln-Bonn unterwegs ist, entführte mit weihnachtlichen Märchen in die Welt der Fantasie. Die Kinderbäckerei warf im Eingang an der Haaler Seite den Ofen an.

Unter dem Motto „Alle Jahre wieder“ intonierte ein neunköpfiges Blechbläserensemble auf der Orgelempore adventliche und weihnachtliche Lieder, die auf den Vorplatz übertragen wurden.

In der Taufkapelle waren Krippen verschiedenster Stilrichtungen ausgestellt, von Alpenländisch bis hin zur schwarzen Darstellung der Weihnachtsgeschichte aus Ruanda. Schließlich noch eine Neuheit: ein „Öcher Advents-Ovvend“, der den Abschluss des ersten Markttages bildete. Herbert K. Oprei erzählte im „Dom“ davon, wie es ist „wenn vür bau wörrem Chressmes fiere“.

Begleitet wurde er von Helmut Herzog an der „Qetschbüll“. Wer wissen wollte, was es mit den „Weihnachtsrümmselchen“ auf sich hat, der durfte den „Öcher Ovvend“ nicht verpassen. Ob der Temperaturen nahe am Gefrierpunkt floss der Glühwein in Strömen. Und wirkte, wenn man dran glaubte, auch wahre Wunder gegen eisige Beine.

Für den guten Zweck

Der Erlös des Markts ist für Schulkinder in Ruanda, für Projekte mit Kindern, Jugendliche und Senioren in der Pfarrei St. Sebastian, zur Unterstützung der Hilfsprogramme des Lions Clubs Würselen und des Vereins „Wir in Würselen“ sowie für die Flüchtlingshilfe bestimmt.

(ehg)