Würselen: Würselens Politiker wollen weiter sparen

Würselen: Würselens Politiker wollen weiter sparen

Wo wollen Verwaltung und Kommunalpolitik in Würselen noch sparen - und auf wessen Kosten? Im Zuge der Beratungen des Haushalts 2010, der mittelfristigen Finanzplanung und des Haushaltssicherungskonzepts im Haupt- und Finanzausschuss nahmen jetzt die Maßnahmen Konturen an.

Allerdings wird es wohl noch bis zu zwei weitere Sitzungen dieses Gremiums geben, bevor der Stadtrat darüber befindet.

Karl-Jürgen Schmitz (CDU) bewertete für die Kooperation aus Union, FDP und Grünen die von der Verwaltung vorgelegten Anregungen. Ihm fehlen im Haushaltsentwurf der Verwaltung„richtungsweisende Aussagen”, wie Würselen überhaupt noch zukunftsfähige Politik betreiben soll.

Zielsetzungen wolle nun die Kooperation entwickeln. Dafür fehlten aber noch wichtige Informationen und Grundlagen. So soll die Verwaltung bis Ende September Vorschläge zum Thema „Gebäudenutzung durch Dritte” unterbreiten. Hier geht es um Gebühren, um städtische Einrichtungen wirtschaftlicher betreiben zu können.

Schmitz sieht dies nicht auf das Kulturzentrum Altes Rathaus beschränkt, sondern denkt auch an die „Aulen an den Schulen”. Auch Stefan Mix (SPD) forderte hier „neue Überlegungen und neue Konzepte” ein. Walter Quadflieg (UWG) sprach sich dafür aus, „für Fremdnutzer” Gebühren zu erheben.

Schmitz betonte, bei den Lehrschwimmbecken Helleter Feldchen und An Wilhelmstein stünden „Kosten und Nutzen nicht mehr im Verhältnis”. „Wir sind bereit, den bitteren Weg zu gehen und beide zu schließen”, sagte er. Ersatz fürs Schulschwimmen müsse durch die Verwaltung gewährleistet werden, etwa über das Aquana.

Einen Teil des so eingesparten Geldes wolle die Kooperation zur Finanzierung einer 0,7-Stelle einer Bibliothekarin für die Stadtbücherei einsetzen. Die SPD legte sich hier noch nicht fest, fehlten ihr doch noch grundlegenden Angaben. UWG-Vertreter Quadflieg möchte zumindest ein Lehrschwimmbecken erhalten wissen.