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Nordkreis: Würselener wollen „Eismänner” werden

Nordkreis : Würselener wollen „Eismänner” werden

Mountainbike-Rennen gibt es sehr viele, aber es gibt nur einen „Iceman”, eines der härtesten und längsten Rennen in Europa.

In diesem Jahr führt die gewaltige Herausforderung am 21. Februar im sauerländischen Winterberg über nicht weniger als 1100 Höhenmeter, wobei eine Strecke von gut 28 Kilometern - je nach Wetterlage - bei Eis, Schnee und Schlamm zurückzulegen ist.

Mit dabei werden dieses Mal auch Starter aus dem Nordkreis sein: Der Würselener Michael Küppers und einige seiner Freunde von der Fahrgemeinschaft Merkstein haben sich qualifiziert und trainieren jetzt intensiv in der Endvorbereitung.

Denn beim „Iceman” in Winterberg geht es nicht nur gegen die besten Amateure der Mountainbiker-Zunft, dort gehen auch die Profis an den Start. „25 bis 30 Stunden intensives Kraft- und Ausdauertraining sind pro Woche Pflicht”, so Küppers mit funkelnden Augen.

So manche schwierige Strecke haben er und seine Mitstreiter auf ihren Ausfahrten nach Brunssum und in die Teverener Heide schon unter die Räder genommen. Und zusätzlich ihre Kondition bei zahlreichen Wettkämpfen im In- und Ausland bereits unter Beweis gestellt. „Doch das jetzt ist das Größte, das ist der Ironman für Zweiradfahrer”, verdeutlicht Mike Küppers.

Regelmäßige Rekorde

Auch der Weg zur Arbeit ist für Mike Küppers eine Trainingseinheit: Oft fährt der 38-jährige Fachmann für Bodenbeläge mit seinem Geländefahrrad morgens von Übach aus zu seinem Betrieb nach Würselen-Euchen. Dabei stellt er regelmäßig neue persönliche Rekorde auf. „Zum Fahrrad-Training kommen natürlich der regelmäßige Besuch in der Muckibude, viel Laufen und Schwimmen hinzu”, sagt Küppers. Manchmal koste dies zwar Überwindung, „wenn ich dann aber sehe, was ich alles schaffen kann, bin ich voll happy”, erklärt er seine Motivation.

Das Hobby Mountainbike-Fahren betreibt Michael Küppers schon seit 20 Jahren - und fühlt sich inzwischen fit wie selten. „Das muss man auch sein, sonst hat die Teilnahme am Iceman in Winterberg überhaupt keinen Sinn.” Sprichts, schwingt er sich auf seine Rennmaschine und düst ab auf die nächste Trainingsstrecke.