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Würselen: Würselener Karnevals-Komitee jetzt handlungsunfähig

Würselen : Würselener Karnevals-Komitee jetzt handlungsunfähig

Der Präsident des Komitees Würselener Karneval (KWK), Dieter Pütz, hat sein Amt zur Vollversammlung, wie vor anderthalb Jahren angekündigt, zur Verfügung gestellt.

Für ihn sei, wie er erklärte, „definitiv Schluss”, so dass er auch nicht kommissarisch weitermachen wollte, bis ein Nachfolger gefunden ist.

Guter Rat ist teuer für den KWK-Vorsitzenden Werner Breuer. Mit dem Präsidenten verließen auch Vizepräsident Karl-Josef Zander, Geschäftsführerin Renate Worms, Schatzmeister Willibert Keller und Organisationswart Reinhold Crumbach den Vorstand.

Womit das Komitee, heißt es, „handlungsunfähig geworden” sei. Begonnen hatte die Versammlung noch mit einem Rückblick von Renate Worms auf die Session mit dem Stadtprinzen Dieter van Horn.

Resümee: „Das Komitee kann auf eine erfolgreiche Session zurückblicken.” Nach dem Kassenbericht von Schatzmeister Keller entlastete die Vollversammlung auch den Vorstand.

Dennoch stecke man jetzt in einer schwierigen Situation, die aber seit Jahren absehbar gewesen sei, gestand Vorsitzender Breuer ein.

Sein an die im KWK organisierten Vereine und Gesellschaften gerichteter Brief, in dem er um Vorschläge für die Neubesetzung der vakant werdenden Posten gebeten hatte, brachte keinen Erfolg.

Werner Breuer ermahnte die Präsidenten und Vorsitzenden der Gesellschaften, die Lage des Komitees Würselener Karneval ernst zu nehmen. Er appellierte, schnell einen neuen Vorstand zu besetzen, „weil sonst der Karneval Schaden nehmen wird”.

Dieter Pütz dankte für die gute Zusammenarbeit innerhalb des jetzt auseinander gegangenen Vorstandsteams. Er selbst hat mehr als vier Jahrzehnte den Karneval in seiner Heimatstadt mitgeprägt und stand nach seiner Zeit als „Au Ülle”-Präsident dem Komitee seit 2000 zur Verfügung.

Es sei nicht immer leicht gewesen an der Spitze dieser Dachorganisation, sagte Dieter Pütz, aber es habe ihm dennoch große Freude bereitet.

Seine Mahnung an alle: „Wenn jeder Verein nur noch sein eigenes Süppchen kocht, wird der düvelstädtische Karneval schon bald nicht mehr den Stellenwert in der Region haben, den er jetzt besitzt.” Er bedauere, sagte er, die derzeitigen Verhältnisse.

„Au Ülle”-Präsident Achim Mallmann versicherte, mit Aktiven aus seiner Gesellschaft sprechen zu wollen, wie man Ämter besetzen könne. Dass es schwierig wird, einen hervorragenden Kandidaten zu finden, schloss Hans Bücken, Vorsitzender des 1. Würselener Karnevalsvereins (WKV), auch nicht aus.

Die Versammlung beschloss zum Ende, eine Findungskommission mit den Präsidenten und Vorsitzenden aller Gesellschaften einzusetzen, um bald wieder handlungsfähig zu werden. Die Termine drängen, denn in diesen Tagen müssen die Verträge geschlossen und Musikkapellen für die Session verpflichtet werden.

Am Mittwoch, 9. Juli, wollen sich auf Einladung des Bürgermeisters Werner Breuer die Präsidenten und Vorsitzenden treffen, um einen Ausweg aus der Krise zu suchen.