Würselen: Würselener Firmlinge auf Stadterkundung mit behinderten Menschen

Würselen: Würselener Firmlinge auf Stadterkundung mit behinderten Menschen

Die Firmlinge konnten sich auch in diesem Jahr im Rahmen ihrer Vorbereitung auf den Empfang des Sakramentes durch den Bischof einen Kooperationspartner für ein einwöchiges Praktikum im sozialen Bereich aussuchen.

Sie fanden ihn diesmal in der KoKoBe (Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsstelle für Menschen mit einer Behinderung und deren Angehörige). Elf Menschen mit und ohne Handicap wurden in der Regie von KoKoBe-Mitarbeiterin Iris Hirsch eine Woche lang aktiv begleitet.

Auf einer gemeinsamen Stadterkundung gingen die Firmlinge der Frage nach, ob Würselen eine Stadt ohne Barrieren sei. Begleitet wurden die Jugendlichen vom Behindertenbeauftragten der Stadt Würselen, Dieter Schöner.

Im Rollstuhl unterwegs

Die Firmlinge entdeckten bei dieser Aktion Einschränkungen am eigenen Körper, als sie sich selbst im Rollstuhl fortbewegen oder eine Brille tragen mussten, die eine schwere Sehbehinderung simulierte. Sie machten die Erfahrung, wie wichtig zum Beispiel abgesenkte Bordsteine für Rollstuhlfahrer sind oder auch Piktogramme für Menschen, die nicht richtig lesen können.

Die Teilnehmer mit Handicap steuerten zu den Erfahrungen der Nicht-Behinderten ihre Beobachtungen aus dem eigenen Alltag bei. Das Ergebnis dieser etwas anderen Stadterkundung waren viele Fotos, die sowohl positive als auch negative Aspekte dokumentierten. Sie wurden in einer Fotoausstellung im Bahnhof präsentiert.

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