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Kunst und Kultur: Zwei Ausstellungswochenenden auf der „Insel Maarhof“

Kunst und Kultur : Zwei Ausstellungswochenenden auf der „Insel Maarhof“

Sechs Künstler und Künstlerinnen zeigen an zwei Mai-Wochenenden im Außenbereich der „Insel Maarhof“ in Broichweiden ihre neue Kunst.

Sechs Künstler und Künstlerinnen zeigen an den Wochenenden 14. und 15. sowie 21. und 22. Mai, samstags von 14 Uhr bis 19 Uhr und sonntags von 12 bis 19 Uhr im Außenbereich der „Insel Maarhof“, Maarhof 2, in Broichweiden ihre neue Kunst. Der Begriff Insel könnte den alteingesessenen Würselenern noch ein Begriff sein, denn früher war dies der Spitzname des Anwesens.

Nun wohnt dort auf Hof und Land die Familie Schümmer mit Hühnern, Gänsen, Ziegen und Bienen. Und die Familie vermietet zunehmend Ateliers für freischaffende Künstler und Künstlerinnen.

Vor zwei Jahren ist Alfons Thesing nicht nur der Liebe zur Kunst wegen von Moers nach Würselen gezogen und bezeichnet es als großes Glück, zeitnah sein „Atelier Kukma“, das erste Atelier auf dem Maarhof, gefunden zu haben. Es folgten im vergangenen Jahr die ersten beiden Ausstellungswochenenden. Vor kurzem bezog Ela Moonen ihr Bauwagenatelier vor Ort. Nun, im Mai, gibt es zwei besondere Ausstellungswochenenden auf der großen Außenfläche.

Ilka Habrich thematisiert in ihren Bildern die menschliche Spur in der Landschaft und zeigt Arbeiten, in denen räumliche und abstrakte Aspekte spannungsvoll miteinander wirken. Die großformatige Landschaft lässt versonnenes Umherspazieren ebenso wenig zu wie das kleine Kabinettformat an niedliche Handlichkeit denken lässt.

Keramikbildhauerin Angelika Keller stammt aus Aldenhoven, verwendet grob schamottierten Ton für ihre Werke und verarbeitet ihn unter Einsatz verschiedener Techniken. Ihre Arbeiten sind oft von mystischer, archaischer, tierischer oder menschlicher Gestalt oder einzigartige Mischwesen, die heiter oder nachdenklich stimmen, die berühren oder auch abstoßen.

Auf Schrottplätzen sucht und findet Willi Lemke sogenannte Brenneisen, die er als Ausgangsmaterial nutzt. Diese sind ein Abfallprodukt der Industrie. Durch das Ausbrennen sich wiederholender Formen aus einer Metallplatte entstehen gleichformatige Elemente, die schon deshalb eine gewisse Harmonie in sich bergen. Diese Elemente schweißt der Künstler eigenhändig zusammen – trotz des schweren, massiven Materials wirken diese Arbeiten filigran und leicht, einige sind gar beweglich, wodurch der starre Charakter des Materials aufgebrochen wird.

Malerei, Fotografie und Kunstprojekte sind die Hauptgewerke von Ela Moonen. Als hauptberufliche Künstlerin liegt der Diplom-Sozialarbeiterin auch die Verknüpfung von Kunst und sozialen Themen am Herzen. Ihre Arbeiten sind vielfältig und gleichzeitig konsistent. Bella Rasch findet ihren Ausdruck in ihren unterschiedlichen Werken. Ausgehend von der Technik, dem Material oder einer Idee, eines Gedankens entstehen Malereien, Zeichnungen, Illustrationen, Drucke und Einrichtungs- oder Gebrauchsgegenstände. Es inspiriert sie, die Dinge in ihrer Beschaffenheit wahrzunehmen und auf ihre Substanz hin zu untersuchen. Um dann auseinanderzunehmen, wegzulassen, hinzuzufügen, zusammenzusetzen und mit Neuem zu verbinden.

Alfons Thesing ist seit 2002 künstlerisch aktiv. Holz ist ein Material, das ihn sehr fasziniert, die verschiedenen Arten der Maserungen, Färbungen und des Wuchses inspirieren ihn immer wieder zu verschiedenen Formen und Linien, die er mit der Kettensäge darstellt. Die Ausarbeitung erfolgt bei Bedarf mit Schleifgeräten. So ergeben sich unterschiedliche Oberflächen und es entstehen Skulpturen, die ihn selbst mitunter überraschen. Ohne Vorzeichnung und Pläne.

Willi Lemke ist nicht nur bildender Künstler, er gibt am Samstag, 14. Mai, mit seiner Band Two+Two Blues, Jazz und Pop zum Besten. Am Samstag, 21. Mai, füllt Friederike Lisken aus Duisburg den Garten mit den Klängen ihres Cellos. He Joe Schenkelberg bezaubert am Sonntag, 22. Mai, auf seine ureigene Art mit Chansons auf dem Akkordeon. Alle Auftritte beginnen jeweils um 15 Uhr, der Eintritt ist frei.

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(red)