Würselen: Politik nimmt nächsten Schritt zum neuen Sportzentrum

Kauseneichsgasse : Politik nimmt nächsten Schritt zum neuen Sportzentrum

Der Würselener Sportausschuss hat mit breiter Mehrheit dem Neubau eines Umkleidegebäudes zugestimmt, das Teil der neuen Sportanlage Kauseneichsgasse werden soll. Die Fraktionen von SPD, CDU und FDP stimmten am Dienstagabend für die Planung, die zuvor von Fachplaner Dr. Markus Fischer vorgestellt worden war.

Grüne und UWG waren dagegen. Beide Fraktionen haben bereits in der Vergangenheit kundgetan, dass sie das Projekt für viel zu teuer halten.

Das Gebäude wird aus zwei Stockwerken bestehen und zwischen den beiden Großspielfeldern im Süden und Osten, dem Kleinspielfeld im Norden und dem Aquana im Westen liegen. Das Erdgeschoss setzt sich unter anderem aus sechs Umkleidekabinen mit je einem Duschraum, WCs und Lagerräumen zusammen. Im Obergeschoss werden ein Kommunikationsraum, Theke, Küche und Büros zu finden sein. Von einer Dachterrasse aus lassen sich die Sportveranstaltungen verfolgen.

Die Planung ist behindertengerecht. Das Erdgeschoss ist ebenerdig, ins Obergeschoss gelangt man entweder über Treppe oder Aufzug. Außerhalb des Gebäudes ermöglichen Treppen und Rampen Zugang zu den Sportplätzen.

Da das Gebäude bislang nur in Form von Zeichnungen und Grafiken existiert, illustrierte Architekt Fischer anhand vergleichbarer Gebäude, die sein Unternehmen Dr.-Ing. Fischer Consult in anderen Kommunen geplant hat, was an der Kauseneichsgasse geschaffen werden soll. Die GmbH aus Rheinbach im Rhein-Sieg-Kreis ist unter anderem spezialisiert auf Sportstätten und Freizeitanlagen und hat solche beispielsweise in Essen, Niederkassel und Troisdorf mitgestaltet.

Winfried Hahn zeigte sich für die SPD froh darüber, „dass die Vereine sehen, dass es voran geht“. Man fasse einen „vernünftigen Beschluss“, der „schnellstmöglich“ umgesetzt werden solle. Ähnlich klang das bei Hans-Josef Bülles (CDU), der seine Hoffnung kundtat, dass „im Spätsommer oder im frühen Herbst“ im Windschatten des Aquana mit den Bauarbeiten losgelegt werden kann. Darüber scheinen alle Beteiligten sich einig zu sein, wenngleich weder Verwaltung noch Architekt sich zu voreiligen Versprechungen hinreißen ließen. Die Entscheidung darüber, wann der Spaten in die Hand genommen werden kann, hängt letztlich vom Okay der Bezirksregierung und vom Artenschutz ab.

Als „ein bisschen ärgerlich“ stufte Christdemokrat Bülles lediglich die Kosten für die gesamte Anlage ein, die eine ganze Ecke höher ausfallen werden als bislang angenommen: Für den noch nicht verabschiedeten Haushalt 2019 muss ein Mehrbetrag von 405.000 Euro gemeldet werden. Davon entfallen 238.000 Euro auf ökologische Ausgleichsmaßnahmen, die entgegen des ursprünglichen Vorhabens nicht vor Ort, sondern am Duffesheider Weg erfolgen werden. Die Kosten für die gesamte Anlage Kauseneichsgasse liegen nunmehr bei voraussichtlich 5,25 Millionen Euro und damit gute acht Prozent über dem ursprünglichen Ansatz.

(jpm)