Würselen: Lösungsansätze für Kaiserstraße nach der Sommerpause

Radverkehr auf der Kaiserstraße : Lösungsansätze werden nach der Sommerpause vorgestellt

Die Würselener Stadtverwaltung will der Politik nach dem Ende der politischen Sommerpause erste konkrete Vorschläge zur Entschärfung der Verkehrssituation auf der Kaiserstraße vorstellen. Das kündigte Stadtsprecher Bernd Schaffrath diese Woche auf Nachfrage unserer Zeitung an.

Demnach dürfte das komplizierte Thema, um das es zuletzt wieder ruhig geworden war, ab September erneut Fahrt aufnehmen. Die angestrebte Neuregelung der Verkehrsführung dreht sich um den an der Westseite der innerstädtisch gelegenen Kaiserstraße verlaufenden Radfahrstreifen. Dieser führt Fahrradfahrer südwärts in Richtung Markt, wohingegen für den Kraftverkehr eine Einbahnstraßenregelung in die Gegenrichtung gilt, also zum Parkhotel.

Diese recht ungewöhnliche Regelung führt dazu, dass vom linken Parkstreifen her auf die Fahrbahn rollende Autos den Radweg kreuzen müssen. Zusätzlich verschärft wird die Situation durch zahlreiche Einmündungen aus beiden Richtungen. Dass die Situation nun neu geregelt werden soll, ist darauf zurückzuführen, dass unsere Zeitung im April publik machte, dass es 2018 auf keiner Straße der vier Nordkreiskommunen zu mehr Unfällen unter Beteiligung von Fahrradfahrern kam als auf der Kaiserstraße. Die Kritiker fühlten sich bestätigt.

Aktuell beschäftigen sich im Rathaus Tiefbauamt und Ordnungsamt mit der Erarbeitung einer Lösung. Im Tiefbauamt werden laut Stadtsprecher Schaffrath die Ergebnisse einer Verkehrszählung ausgearbeitet, die am 18. Juli auf der Kaiserstraße sowie den umliegenden Straßen durch ein Verkehrsingenieurbüro vorgenommen wurde. So soll in Erfahrung gebracht werden, wann sich wie viele Fahrradfahrer in dem Bereich bewegen und in welche Richtung sie unterwegs sind.

Das Ordnungsamt analysiert unterdessen die genauen Hergänge sämtlicher Unfälle. Auf Basis all dessen werden die Lösungsansätze für die Politik erarbeitet. Ob es für die Kaiserstraße einen Königsweg gibt, bleibt abzuwarten.

(jpm)