1. Lokales
  2. Nordkreis
  3. Würselen

Würselener Sportstättenkonzept: Überfordern die Nutzungsverträge die Sportvereine?

Würselener Sportstättenkonzept : Überfordern die Nutzungsverträge die Sportvereine?

Die Würselener Sportvereine sollen sich für Reinigung, Pflege und Unterhalt der Sportstätten verantwortlich zeichnen. Die Politik sieht das kritisch.

Die Umsetzung des Würselener Sportstättenkonzepts kommt voran, nun wurden auch die dazugehörigen Nutzungsverträge für die Sportstätten auf den Weg gebracht. Die Verwaltung hatte dem Ausschuss für Sport und Kultur einen entsprechenden Entwurf vorgelegt, der als Grundlage für die individuell zu vereinbarenden Verträge dienen soll, und der Ausschuss verabschiedete ihn – allerdings nicht ohne Diskussion darüber, ob die Bestimmungen für die Vereine zumutbar seien.

Vor allem Markus Carduck, der für die FDP im Ausschuss sitzt und darüber hinaus 1. Vorsitzender des VfR Würselen ist, zog das deutlich in Zweifel. „Wir müssen diesen Nutzungsvertrag ablehnen, er überfordert die Vereine“, sagte er. Damit bezog Carduck sich vor allem auf die in dem Entwurf dargelegten Pflichten der Vereine: Unter anderem werden sie demnach für Reinigung, Pflege und Unterhalt der Anlagen verantwortlich zeichnen. Ausgenommen sind Kunst- wie Naturrasenplätze, deren Pflege weiter die KDW (Kommunale Dienste Würselen) besorgen sollen.

Die anderen Fraktionen stimmten den Verträgen zwar zu (und überstimmten damit die FDP), machten sich jedoch ebenfalls dafür stark, dass zumindest für große Anlagen wie das neue Jupp-Derwall-Stadion oder die noch nicht existierenden neuen Broichweidener Sporthallen ein Hausmeister respektive Platzwart eingesetzt wird. Auch Markus Carduck machte deutlich, das für eine gute Lösung zu halten. „Wir sollten das in die Haushaltsplanungen aufnehmen.“

Im Rahmen der relativ kurzen Diskussion wurde durch Thomas Havers (sachkundiger Bürger der CDU) auch die Frage aufgeworfen, ob Carduck als Vereinsvorsitzender nicht befangen sei. Was Beigeordneter René Strotkötter verneinte und so begründete: „Es handelt sich um einen Rahmenvertrag, nicht um einen individuellen Vertrag mit dem VfR Würselen.“