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Theaterverein Bardenberg mit Der Teufel liest Kleinanzeigen

Theaterverein Bardenberg : „Der Teufel liest Kleinanzeigen“ ist ein Lacherfolg

Spätestens eine halbe Stunde vor Einlass ist im Flur der Bardenberger Mehrzweckhalle noch nicht mal zum Stehen ein Quadratzentimeter frei.

In unmittelbarer Nähe zur Burg Wilhelmstein herrscht drangvolle Enge, denn die Menschen des Ortes fiebern einem kulturellen Großereignis entgegen. Der Theaterverein lädt ein zur Premiere der Komödie „Der Teufel liest auch Kleinanzeigen“ ein. Und alle, alle drängen sich im Flur, die Jungen wie die Alten. Denn Anwesenheit ist – in diesem Fall zumindest moralisch – Pflicht.

Die Atmosphäre in der Halle lebt vom Charme des Selbstgestrickten.

Jugendliche und junge Erwachsene aus Bardenberg bemannen das Buffet im Durchgang, schenken Getränke aus und machen die Würstchen für die Pause heiß. Abzeichen der Ortsvereine wie der Schützen auf den Hemden zeigten an, wie wichtig die Bardenberger dieses Kulturereignis nahmen.

Bürger spielen für ihre Mitbürger – da muss man doch einfach hin. Und an den langen Reihen von Tischen und Stühlen stellt sich rasch das Miteinander-Gefühl ein, dass für Orte und Dörfer abseits der (klein-)städtischen Zentren so kennzeichnend ist.

Auf der Bühne gab’s natürlich eine pralle Show, die ganz von der Spielfreude der Akteure lebte. Aber schon vorher hatten die Mitspieler durch Zuspruch ihres Publikums in der ausverkauften Halle einen Energieschub erhalten. „Wahnsinn, Wahnsinn, Wahnsinn!“, konnte der Vorsitzende Heiner Landes nur ausrufen, als er zur Begrüßung von der Bühne aus sprach und dabei auf die stattliche Zahl der Fans sah.

Sprach’s und ging hinter die Kulissen, denn auch für den Chef vom Verein gab es in der Rolle des ungeschickten Alfons Weidenhelfer einiges zu spielen.

„Der Teufel liest auch Kleinanzeigen“, ein Stück von Bernd Spehling, kam dann auch merklich den Interessen der Zuschauer entgegen. Will sagen: Spehlings Humor nimmt keiine weiten Umwege, sondern zielt mehr oder minder direkt aufs Zwerchfell und produziert verlässlich schnell jede Menge schnelle Lacher.

Darum geht es auf der Bühne im Übrigen ziemlich klamaukig her. Neben Robert Grabo als Pilot Marcel Freiherr von Hohenstein Liebesnöten und seine zwei Frauen, die ofizielle, Gattin Gracia (Angelika Kuntz), und die inoffizielle, Stewardess Natalie (Heike Bongard-Landes), liefern zuverlässig ab und haben die Ehefrau Charlotte des Oublums auf der Seite – ebenso wie Sabine Butzen als Putzfrau Pauline Flott, Simone Emmerich als Alfons Weidenhelfers bessere Hälfte Charlotte, Heiner Delpy als Bauer Wilko Kumpelsbach sowie Wolfgang Krupp, Birgitt Krupp und Myriam Rommerskirchen. Nicht zu vergessen Gerd Klinkenberg als tuntiger Klaus-Bärbel, Stefanie Grabo als Hanndelsvertreterin Beate Schnarkenheimer, Dirk Kuntz in der Rolle des Hanswerkers Freddy Eins.

Weitere Vorstellungen gibt es am Samstag, 16. November, 19.30 Uhr, und am 17. November, 15.30 Uhr, in der Aula der Gesamtschule Merkstein (Am Langenpfahl 8), sowie 23., 24., und 29. November sowie 1. Dezember (samstags um 19.30, sonntags um 15.30 Uhr) im Kulturzentrum Stolberg, Frankentalstraße. Der Vorverkauf für Merkstein (Karten kosten jeweils 8 Euro) findet in der Buchhandlung Katterbach am Ferdinand-Schmetz-Platz und im Rathausfoyer statt. Den Vorverkauf für Stolberg wickelt die Stolberg-Touristik, Zweifaller Straße 8, ab.

(chh)