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90 Kräfte im Einsatz: Sorge vor chemischer Reaktion im Gewerbegebiet Aachener Kreuz

90 Kräfte im Einsatz : Sorge vor chemischer Reaktion im Gewerbegebiet Aachener Kreuz

Die Würselener Feuerwehr ist am Samstag ins Gewerbegebiet Aachener Kreuz ausgerückt. Ein Behälter mit Kalilauge löste den Einsatz aus.

Gegen 19.20 Uhr am Samstagabend ist die Feuerwehr Würselen wegen eines Alarms in einer Firma zur Adenauerstraße in Gewerbegebiet Aachener Kreuz gerufen worden. Vor Ort hatten gleich mehrere Melder angeschlagen.

Nach Angaben der Wehrleitung gingen zwei Trupps unter Atemschutz zur Erkundung vor und stellten eine Dampfentwicklung ausgehend von einem Behälter fest. Der Firmeninhaber habe der Wehr gegenüber mitgeteilt, dass der Behälter mit Kalilauge zum Entlacken gefüllt sei. Messungen mit der Wärmebildkamera ergaben eine stark erhöhte Temperatur.

Daraufhin wurde der Strom der Werkshalle ausgeschaltet. „Da die Temperatur nicht sank, wurde nach Rücksprache mit dem Fachberater für chemische, biologische, radiologische und nukleare Gefahren (CBRN) der Städteregion vorsorglich die Alarmstufe erhöht“, hieß es nach dem Einsatz in der Meldung der Feuerwehr. „Damit rückten neben Messfahrzeugen auch weitere Spezialfahrzeuge aus den Wehren der Städteregion sowie weitere Rettungsdienstfahrzeuge aus.“

Gleichzeitig wurde eine Warnung über die Warn-App Nina veröffentlicht, vorsorglich Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Polizei sperrte die Adenauerstraße zwischen Kreisverkehr Hauptstraße und Schumanstraße.

Die Messungen vor Ort und in der näheren Umgebung ergaben jedoch keine erhöhten Werte. Mehrere Trupps unter Chemikalienschutzanzügen kontrollierten den Behälter und stellten nach einiger Zeit fest, dass die Temperatur kontinuierlich sank und die Dampfbildung zurückging.

Schließlich konnte der Tank geöffnet werden. Eine chemische Reaktion konnte nach Angaben der Wehr nicht festgestellt werden. Und nachdem von der Chemikalie keine Gefahr mehr ausging, konnte der Einsatz gegen 1 Uhr am frühen Sonntagmorgen beendet werden. Insgesamt waren 90 Kräfte in den Einsatz eingebunden.

(red)