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Partei-Antrag erfolgreich: Politisches Gremium für Würselener Jugendliche in Arbeit

Partei-Antrag erfolgreich : Politisches Gremium für Würselener Jugendliche in Arbeit

Kinder und Jugendliche erhalten in Würselen zukünftig eine neue politische Beteiligungsmöglichkeit. Ein Antrag der Partei-Fraktion wird vorangetrieben.

Kinder und Jugendliche sollen sich in Würselen zukünftig intensiver am politischen Geschehen beteiligen können. Die Verwaltung entwickelt im kommenden Jahr ein Konzept für ein Jugendparlament, Jugendrat oder Jugendbeirat, wie der Jugendhilfeausschuss in seiner vergangenen Sitzung beschlossen hat. Außerdem schlägt die Politik schlägt vor, 10.000 Euro ausschließlich für Projekte von Kindern und Jugendlichen im Haushaltsplan zu berücksichtigen.

Die Fraktion „Die Partei“ hatte bereits im Januar 2021 beantragt, ein Beteiligungsformat für Kinder und Jugendliche einzurichten. „Es ist unsere Aufgabe als Gesellschaft, heute den Kindern und Jugendlichen schon demokratische Räume zu schaffen“, sagte Ilka Habrich-Arntz im Ausschuss.

In der Vergangenheit hat es bereits ein Jugendparlament gegeben, was aus Altersgründen der Mitglieder nicht weitergeführt worden ist. „Es ist also wichtig, das Ganze auch institutionell auf vernünftige Weichen zu stellen“, sagte Balthasar Tirtey (CDU). Anna Fries (SPD) wies zudem darauf hin, dass die Beteiligung der Jugend mit viel Arbeit verbunden ist. „Mit der Ausarbeitung eines Beteiligungsgremiums ist es längst nicht getan, die Kinder müssen auch an das Konzept herangeführt werden.“

Um das Beteiligungsmodell umzusetzen, hatte die Partei-Fraktion ein Budget von wenigstens 15.000 Euro gefordert. Diese stieß seitens der CDU auf Kritik: „Es ist notwendig, erst zu wissen, was für ein Partizipationsmodell eingesetzt werden soll, bevor entschieden werden kann, wie viel Geld dafür benötigt wird“, sagte Tirtey und schlug seinerseits vor, ein Budget von 10.000 Euro einzuplanen.

Finanziert werden soll das Beteiligungsgremium auf Vorschlag der Partei-Fraktion mit einem Jugendkulturfonds, dessen Einrichtung die Fraktion in einem weiteren Antrag vorschlägt. Ursprünglich sollten in diesen im Rahmen der Corona-Pandemie eingenommene Bußgelder einfließen. Da dies aus rechtlichen Gründen jedoch nicht zulässig ist, forderte Habrich-Arntz, einen gleichwertigen Betrag zur Verfügung zu stellen. Zudem könnten mit diesem Fonds neue, adäquate Angebote für Kinder und Jugendliche geschaffen werden. Die Verwaltung wird jedoch zunächst die bestehenden Jugendkulturangebote und deren Ausbau in Betracht ziehen.