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Plan für Gewerbegebiet Merzbrück wird offengelegt

Grünes Licht : Plan für Gewerbegebiet Merzbrück wird offengelegt

Da fielen einige Steine von den Herzen der Politiker: Nach vier Jahren des weitgehenden Stillstands wurde die Offenlage des fertigen Bebauungsplans für das Gewerbegebiet Merzbrück vom Umwelt- und Stadtentwicklungsausschuss der Stadt Würselen angenommen.

Anne Sieben (SPD) warb eindrücklich für die „runde Angelegenheit“ und war „froh, dass es weitergeht“. Eine mehr als ausführliche Vorlage (wir berichteten) zu den Planungen und den Ergebnissen der Bürgerbeteiligung wurde den Mitgliedern des Ausschusses mit an die Hand gegeben.

Die Aachener Kreuz Merzbrück GmbH (AKM) – zu je einem Drittel Tochterfirma der Würselener Stadtentwicklung (SEW, wiederum eine 100-prozentige Tochter der Stadt Würselen), der Sparkassen-Immobilien GmbH und der Städteregion – soll dort ein Gewerbegebiet entwickeln, wie es den Politikern der angrenzenden Kommunen schon seit vielen Jahren vorschwebt. Doch manche Überlegungen, wie etwa der Neubau des Aachener Tivolis samt Bürogebäuden, zerschlugen sich nach kurzer Zeit oder erwiesen sich als nicht umsetzbar.

Sobald der Bebauungsplan nun rechtsgültig wird, können die die bereits abgeschlossenen Kaufverträge umgesetzt werden und ein Baubeginn Anfang 2020 wäre denkbar. Dann sind auch die Archäologen vermutlich fertig, die aktuell wegen dem Fund von alten Urnengräben vor Ort sind. Neue Anrainer werden – das ist bereits klar – die Aachener Hochschulen TH und FH, die dort Forschung mit Partnern aus der Wirtschaft betreiben wollen.

Gegen den Plan, der nun für viel Arbeit auf dem 18 Hektar umfassenden nordwestlichen Teil des Flugplatzes sorgen wird, stimmte lediglich die Abgeordnete der Grünen, Dr. Renate Knauf. Sie kritisierte die Größe der Fläche, die dort „versiegelt“ werde. Theo Scherberich (UWG) („Es wird am Willen der Bürger vorbei entschieden“) enthielt sich bei den zwei Abstimmungspunkten über den Aufstellungsbeschluss und die Offenlage. Zusätzlich zu dem Gewerbegebiet im Norden, sollen auch im Süden des Flugplatzes entsprechende Flächen entstehen. Mit diesen 61 Hektarn, von denen 18 durch die Stadt Würselen und 43 interkommunal entwickelt werden sollen, könnten nun insgesamt 80 Hektar Gewerbefläche vor Ort entstehen.

Im Gegensatz zum nördlichen Gewerbegebiet, wird es im Süden allerdings noch dauern: Vor 2025 ist keine Erschließung des Gebietes der Stadt Würselen geplant, für die größere Fläche gibt es noch keinen Zeitrahmen.

(cheb)