Neue Würselener Gesamtschule: Die letzten Nebenkriegsschauplätze

Neue Würselener Gesamtschule : Die letzten Nebenkriegsschauplätze vom Bau

Die vergessene Parkbucht an der neuen Würselener Gesamtschule wird ab Montag entfernt. Die Entsorgung des Aushubs an der Nordseite des Geländes soll sich hingegen weiter verzögern.

Der vergessene Bordstein vor der neuen Würselener Gesamtschule soll ab kommende Woche Montag abgesenkt und die davor liegende Parkbucht entfernt werden. Das teilte Stadtsprecher Bernd Schaffrath diese Woche mit. Der Stadt sei es gelungen, kurzfristig ein Tiefbauunternehmen zu engagieren, das sich der Aufgabe annimmt.

Der nicht abgesenkte Bordstein und die Parkbucht liegen vor dem Lehrerparkplatz der neuen Gesamtschule, die kürzlich in Betrieb genommen worden ist. Das führte zu der suboptimalen Situation, dass theoretisch jeder Autofahrer den Lehrerparkplatz zuparken konnte, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen. Pepe Nietnagel hätte seine helle Freude gehabt.

Die Stadtverwaltung hatte vergangene Woche eingeräumt, dass die Entfernung von Bordstein und Parkbucht schlicht vergessen worden war, alldieweil einige Meter weiter das neue Schulgebäude in die Höhe schoss. Nach einem Hinweis unserer Zeitung reagierte sie zunächst kurzfristig mit dem Aufstellen von Parkverbotsschildern. Im Laufe der kommenden Woche sollte nun also der Zustand hergestellt werden, wie er eigentlich gedacht war.

Ursprünglich sollte der Aushub, der asbesthaltige Bremsbeläge enthalten könnte, noch vor Ende der Sommerferien verschwinden. Nun klappt es auch in den Herbstferien nicht. Foto: Jan Mönch

Während hier recht schnell Abhilfe geschaffen werden kann, verzögert sich die Beendigung eines weiteren Nebenkriegsschauplatz des nicht unumstrittenen Gesamtschulbaus. Der Erdaushub an der Nordseite des Geländes wird doch nicht in den Herbstferien entsorgt werden, sondern erst ab Montag, 4. November. Das ist die zweite Woche nach den Ferien. Auch dies teilte Stadtsprecher Schaffrath am Donnerstag mit. Der Grund für die abermalige Verzögerung sei, dass die beauftragte Spezialfirma in den Herbstferien keine Kapazitäten mehr habe. Die Stadt nahm dies in Kauf, denn die Alternative hätte darin bestanden, eine andere Spezialfirma zu suchen, jedoch gibt es davon nicht sehr viele.

Dem Aushub gilt insbesondere vonseiten der Kritiker des neuen Gesamtschulstandorts verschärfte Aufmerksamkeit, weil er vermutlich Altlasten der Bahnbetriebsanlage birgt, die an der Krottstraße früher einmal betrieben wurde. Nach Auskunft der Stadt ist die Erde selbst zwar nicht kontaminiert, jedoch werde angenommen, dass darin asbesthaltige Bremsbeläge schlummern. Deshalb die Spezialfirma.

Ursprünglich hatte die Stadt angekündigt, den Aushub noch vor Inbetriebnahme der Schule entsorgen zu lassen, was jedoch offensichtlich nicht funktioniert hat. Damit Wind und Wetter diese Aufgabe nicht übernehmen, was zwar preisgünstiger, aber vermutlich nicht unbedingt fachgerecht vonstattengehen würde, wurde er mit einer Plane abgedeckt und diese wiederum mit Europaletten beschwert. Die Bezirksregierung hatte den Verbleib des Aushubs über die Sommerferien hinaus zwar kritisiert, die Anordnung der sofortigen Entsorgung gleichwohl als unverhältnismäßig eingestuft.