Nach Feuerwehreinsatz: Würselener UWG stellt Fragen zur Sicherheit

Nach Feuerwehreinsatz : Würselener UWG stellt Fragen zur Sicherheit

Nach dem Feuerwehreinsatz am städtischen Gymnasium in Würselen macht die UWG sich Gedanken um die gute Erreichbarkeit von Schulen für Rettungskräfte im Notfall.

Die Sorgen der Fraktion, die in einem Fragenkatalog an Bürgermeister Arno Nelles (SPD) artikuliert werden, drehen sich allerdings nicht um das Gymnasium in der Klosterstraße, sondern um die im Bau befindliche Gesamtschule. „In der UWG-Fraktion bestehen große Befürchtungen darüber, was bei einem Rettungseinsatz an der Gesamtschule eintreten könnte“, schreiben Fraktionsvorsitzender Theo Scherberich, sein Stellvertreter Ralf Niederhäuser und die Stadtverordnete Michaela Benja.

Ursache des Einsatzes im Gymnasium am Freitag war der verschmorte Kondensator einer Lampe gewesen. Im Anschluss an den Einsatz von Feuerwehr und Rettungskräften waren 17 Schüler mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden. Das klang offenbar dramatischer als es war, denn die Schüler konnten alle noch am selben Tag wieder nach Hause. Im Umfeld der Schule war während des Einsatzes ein beträchtliches Verkehrschaos entstanden, vor allen Dingen resultierend aus der Sperrung von Abschnitten der Klosterstraße und der Lehnstraße.

Die Rettungskräfte wurden dadurch augenscheinlich zwar nicht behindert. Ungeachtet dessen besteht genau diese Gefahr für die Begriffe der UWG an der
Gesamtschule. Denn: „Die Erschließung des Grundstückes beziehungsweise Anbindung an öffentliche Straßen ist nicht annähernd mit der Erschließungssituation des Gymnasiums zu vergleichen.“ Das Grundstück biete nicht genügend Freiräume für Rettungseinsätze, und die Abstände zu den Nachbargrundstücken entsprächen zwar den Vorschriften, wiesen aber dennoch Engstellen auf, die sich im Notfall fatal auswirken könnten. 

„Lösch- und Leiterwagen könnten nur mit großen Schwierigkeiten und mit umständlichem Zeitverlust an Rettungspunkte navigiert werden.“ Die UWG möchte das Thema in der kommenden Ratssitzung diskutieren. Die Fragen drehen sich unter anderem um Katastrophen- und Rettungspläne.

(jpm)