Hauptkirmes in Linden-Neusen : Maipärchen strahlen mit der Sonne um die Wette

Linden-Neusen erlebte eine Hauptkirmes, wie man sie nicht besser hätte malen können. Herrliches Sommerwetter, hervorragende Stimmung im Festzelt bis in die späte Nacht, strahlende Maipärchen, gut gelaunte Pritschenkinder, tolle Musikkapellen und Bands, kurzum: das ganze Dorf, die Freunde des schönen Jungenspielbrauchtums aus allen Würselener Ortsteilen und selbstverständlich auch aus den Nachbarstädten feierten vier Tage lang ausgelassen auf dem schmucken Dorfplatz mit Blick auf die Kirche St. Nikolaus.

„Besonders am Freitag platzte das Zelt förmlich aus den Nähten“, spricht der Geschäftsführer des Linden-Neusener Jungenspiels, Simon Schotten, von einem Kirmesauftakt nach Maß. Auch die weiteren Kirmestage waren hervorragend besucht.

Die langen Monate der Vorbereitung haben sich für die jungen Leute gelohnt, sehr zur Freude der Spielspitze 2019 mit Maikönig Marc Kouhl, Maikönigin Rebecca Traut, Maiknecht Jeremias Wagner, Maimagd Eva Esser und Pritschenmeister Philipp Kohl.

Bewährt hat sich die „Jungenspiel Kids Thekeneröffnung“, bevor die Top-Formation „Heartbeat“ abräumte. Auch die Eddy-Schmidt-Band heizte so richtig ein. Nach der Festmesse in St. Nikolaus, musikalisch gestaltet vom Musikverein Waldfeucht, präsentierten die Fahnenschwenker vor der Kirche ihr akrobatisches Können. Beim sommerlich-heißen Frühschoppen sorgten die Maijungen mit einem Pool für etwas Abkühlung.

Bürgermeister Arno Nelles und AWJ-Chef Hans Maaßen gratulierten dem Jungenspiel zu dieser herausragenden Kirmes. Am Abend setzte sich der große Festzug mit befreundeten Jungenspielen und Musikkapellen in Bewegung. Mehr als rekordverdächtig war die Teilnahme von 60 Maipaaren!

In einem Cabrio chauffiert wurde der Ehrenpritschenmeister und frühere Stadtverordnete Wolfgang Fritz, der in diesem Jahr ein ganz seltenes Jubiläum feiert: Seit 50 Jahren ist er Mitglied im „Festkomitee“ des Linden-Neusener Jungenspiels. Seit 1969 ist er nicht nur Förderer, sondern auch Fan des Linden-Neusener Jungenspiels. Es war immer sein Bestreben, für das Spiel das Bestmögliche zu erreichen, unterstreicht er.

So war es ihm eine Herzensangelegenheit, einen Platz zu schaffen, auf dem die Dorfkirmes und die damit verbundenen Zeltveranstaltungen stattfinden konnten. Auch sollte der Maibaum einen festen Platz in der Dorfmitte finden. Das erreichte Wolfgang im Herbst 1994, also vor 25 Jahren. Von diesem Platz profitieren nicht nur das Jungenspiel, sondern alle Dorfvereine und die Bevölkerung. Um den Nachwuchs an den Maibrauch heranzuführen, stiftete er den „Kinder-Maibaum“ auf dem Dorfplatz.

Gefeiert wurde nach dem Umzug beim Kirmesball mit der Band „Fahrerflucht unplugged“. Mit dem „Ball der Könige“ mit dem Pritschenmarsch, dem Fahnenschwenken und der „Eddy Schmidt Band“ endete eine unvergessliche Kirmes 2019. Bei T-Shirt-Wetter wurde das Spiel mitten in der Nacht in Linden-Neusen „begraben“.

(ro)
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