Jugendfeuerwehren der Städteregion üben in Würselen 2019

Große Übung : Jugendfeuerwehren legen sich in Würselen mächtig ins Zeug

Einmal im Jahr treffen sich die Jugendfeuerwehren der Städteregion Aachen zu einer Großübung. In Würselen waren jetzt rund 180 Jugendliche im Alter zwischen 10 und 17 Jahren mit 15 Fahrzeugen in den Test unter realistischen Bedingungen eingebunden.

Der Malteser Hilfsdienst Würselen unterstützte die Übung mit einem Krankentransportwagen. Übungsobjekt war die Realschule der Stadt Würselen an der Tittelstraße.

Die verschiedenen Übungsszenarien erstrecken sich rund um das Schulgebäude und deckten die große Vielfalt der Feuerwehrtätigkeit ab. Zunächst sammelte sich das Großaufgebot an Einsatzfahrzeugen im Bereich des Zentrallager Lambertz, am Alten Kaninsberg. Die Organisation lag in den Händen der Feuerwehren Eschweiler, Stolberg und Würselen, die Leitung hatte Stadtjugendwart Frank Lüder (Würselen) übernommen.

Nach kurzer Lage- und Sicherheitseinweisung fuhren die einzelnen Einheiten ihre Einsatzpunkte an. Zur realistischen Darstellung wurden Nebelmaschinen zur Verrauchung eingesetzt. Mitglieder der Jugendfeuerwehren Eschweiler und Würselen sowie der Kinderfeuerwehren Würselen mimten die Verletzten.

Die Handgriffe müssen sitzen: Die Rettung von Menschen aus dem "verrauchten" Schulgebäude steht auch auf dem Übungsplan. Foto: Wolfgang Sevenich

Gegliedert in sechs Einsatzabschnitte hatten die Jugendlichen, die von ihren Betreuern aus den einzelnen Feuerwehren unterstützt wurden, die Aufgaben abzuarbeiten. Unter anderem galt es eine Schulklasse, die ihren Klassenraum nicht durch den Treppenraum verlassen konnte, mittels Steckleitern von außen zu retten.

Ein weiterer Einsatz war der CBRN-Einsatz (Gefahrgut-Lage: chemisch, biologisch, radioaktiv, nuklear). Austretender Gefahrstoff war hier die Annahme, Trupps mit Übungs-Atemschutzgeräten und Maleranzügen bauten „Notdekon“ (notdürftige Dekontaminationen der eingesetzten Kräfte).

Zahlreiche Zuschauer verfolgten die einzelnen Übungsstationen und zeigten sich begeistert vom Einsatz und Arbeitseifer der jungen Wehrleute. Vize-Kreisbrandmeister Jürgen Förster wie auch die übrigen Gäste zollten den Jugendlichen schließlich ein großes Lob.

Kreisjugendwart Ralf Welsch konnte zahlreiche Gäste willkommen heißen, darunter Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier, Würselens Vize-Bürgermeister Winfried Hahn und Beigeordneter Roger Nießen, Beigeordneter Ralf Kahlen (Alsdorf), Marlies Cremer, Leiterin des städteregionalen Amtes für Rettungswesen und Bevölkerungsschutz sowie Vize-Kreisbrandmeister Jürgen Förster.

(fs)
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