Imagefilm für Würselen: Wie sagt man „Düvelstadt“ auf Chinesisch?

Würselens Imagefilm : Wie sagt man „Düvelstadt“ auf Chinesisch?

Seit einiger Zeit präsentiert Würselen sich mit einem Imagefilm im Netz. Nun wird er in sieben Sprachen übersetzt. Das hat der Hauptausschuss beschlossen.

Die Stadt Würselen wird ihren Imagefilm in mehreren Fremdsprachen verfügbar machen. Diesen Beschluss hat der Haupt- und Personalausschuss diese Woche gefasst. Der Film wird nun eine englische und eine französische Neuvertonung erhalten, außerdem wird er mit arabischen, chinesischen, italienischen, niederländischen und türkischen Untertiteln zur Verfügung gestellt werden.

Bei dem Film handelt es sich um einen kurzen Videoclip, der seit einiger Zeit online – also weltweit – verfügbar ist. In viereinhalb Minuten werden Stadt, Wirtschaft, Brauchtum und Menschen anhand sehr vorzeigbarer Aufnahmen vorgestellt, die teils aus der Luft gedreht worden sind und mit stimmungsvoller Musik untermalt wurden. Natürlich handelt es nicht um eine Dokumentation, sondern  um Werbung, was vielleicht daran am deutlichsten wird, dass in Würselen durchgehend die Sonne zu scheinen scheint und die Einheimischen selbst dann wie das blühende Leben wirken, wenn sie in der Rhein-Maas-Klinik das Krankenbett hüten.

Verwaltung und Politik sind sich jedenfalls darüber einig, dass das Werk ein wichtiger Baustein für die Außendarstellung der Stadt ist. Deshalb beantragten SPD und FDP im Herbst vergangenen Jahres, den Imagefilm zu übersetzen. Später verständigte man sich darauf, dass eine Neuvertonung in sämtliche oben genannte Sprachen vielleicht zu viel des Guten wäre und teils auch Untertitel ihren Zweck erfüllen müssten.

Zwischenzeitlich wurden durch die Verwaltung die Kosten für das Vorhaben eruiert und nunmehr dem Hauptausschuss vorgelegt, sie sind durchaus überschaubar. Nach Rücksprache mit der Produktionsfirma kalkuliert das Rathaus mit je tausend Euro für die Neuvertonungen ins Englische und ins Französische sowie mit 200 bis 230 Euro je Untertitelung. Inklusive Neuschnitt entstehen so Bruttokosten von rund 5300 Euro. Der eigentliche Film war durch Sponsoring finanziert worden.

Der Ausschuss stimmte dem Vorhaben einstimmig zu. Lediglich die CDU enthielt sich, weil sie die für eine Untertitelung vorgesehenen Sprachen für nicht notwendig hält. Die SPD bat die Verwaltung indes darum, noch nicht sofort mit der Auftragsvergabe loszulegen, da sie sich Hoffnungen macht, womöglich Würselener mit ausländischen Wurzeln für die Übersetzung in eine oder mehrere der Fremdsprachen zu gewinnen und so die Kosten zu senken. Ganz unabhängig davon, wer nun die Wörterbücher wälzt, dürfen Würselener mit Faible für Linguistik jetzt schon gespannt sein, wie man „Düwelstadt“ auf Chinesisch sagt.

Der Film im Netz: http://wirtschaftsfilm.tv/wuerselen/

(jpm)