1. Lokales
  2. Nordkreis
  3. Würselen

Stadtrat muss beschließen: Feuerwache in Broichweiden soll schnellstmöglich erweitert werden

Stadtrat muss beschließen : Feuerwache in Broichweiden soll schnellstmöglich erweitert werden

Die Feuerwache in Broichweiden ist zu klein. Ende 2019 wurde die Erweiterung beschlossen – und jetzt ist Eile geboten bei dem Projekt. Aus zwei Gründen.

Die Feuerwache des Löschzuges in Broichweiden ist zu klein geworden. Folglich soll sie erweitert werden, was der Stadtrat bereits im Dezember 2019 beschlossen hat. Das ist fast drei Jahre her, und nun ist Eile geboten, mit den entsprechenden Planungen voranzukommen. Aus zwei Gründen.

Erstens, und das ist wenig überraschend: Der Budgetansatz musste jetzt aufgrund der steigenden Preise im Vergleich zur ursprünglichen Kostenschätzung aus dem März 2021 verdoppelt werden. Deshalb muss der Rat am Dienstag über eine erhebliche überplanmäßige Ausgabe von 260.000 Euro bestimmen, damit dieser Kostenpunkt es noch in den Haushalt für das kommende Jahr schafft. Der Haushalt 2023 wird in der darauffolgenden Ratssitzung am 3. November eingebracht. Ursprünglich war die Verwaltung von 250.000 Euro für das Projekt ausgegangen. Der Punkt ist nachträglich auf der Tagesordnung gelandet.

Und zweitens: Damit die Stadt bereits zugesagte Fördermittel einsetzen kann, muss der Bau binnen sechs Monaten beginnen. Noch aber liegt selbst die Baugenehmigung nicht vor – die soll nun bis Ende dieses Jahres eingeholt werden. Die Stadt rechnet mit drei Monaten Bearbeitungsdauer. Die erste Frist bis Ende September konnte das Amt nicht einhalten.

Das Problem der Feuerwache an der Eschweilerstraße ist, dass im Laufe der Zeit nach der Eröffnung im Jahr 2008 deutlich wurde, dass „mindestens ein notwendiger Stellplatz für ein Feuerwehrfahrzeug fehlt und die Umkleidemöglichkeiten ihre Kapazitätsgrenzen erreicht haben“, wie es in der für den Rat erstellten Vorlage der Verwaltung heißt. Infolge dieser Feststellung wurden der Brandschutzbedarfsplan 2019 angepasst und der eingangs erwähnte Ratsbeschluss getroffen. Die Fahrzeughalle soll an der Westseite um eine Fläche von 5 x 13,60 Meter erweitert werden. Die Damenumkleide ist für die Nordseite vorgesehen (ca. 5,4 x 5,1 Meter Fläche).

Die aktualisierte „Grobkostenschätzung“ sei nach Angaben der Verwaltung erst in den vergangenen Tagen erstellt worden, weil das zuständige Hochbauamt an vielen Projekten gleichzeitig beteiligt ist. Voraussichtlich ergeben sich Kosten von rund 510.000 Euro, von denen rund 113.000 Euro bezuschusst werden. Den Förderbescheid habe die Stadt im Juni erhalten, weswegen die Baugenehmigung binnen drei Monaten bis Ende dieses Monates hätte vorliegen und der Bau bis Ende des Jahres hätte beginnen müssen. Die Frist sei laut Verwaltung bis Ende März 2023 verlängert worden.

(cro)