Familienzentrum Heidegarten: Abriss noch 2019, Neubau kommt 2020

Familienzentrum Heidegarten : Abriss noch 2019, Neubau kommt 2020

Nach Neujahr startet in der Bardenberger Heidestraße der Neubau. Kita-Gruppen ziehen zunächst in provisorische Container um. Politik spricht von „großer Akzeptanz“.

Der Neubau des Familienzentrums Heidegarten nimmt konkrete Formen an. Noch dieses Jahr soll mit den Arbeiten in der Bardenberger Heidestraße begonnen werden. Läuft alles wie geplant, ist Ende 2020 alles fertig. Die Pläne wurden im Würselener Jugendhilfeausschuss durch die Architektin Andrea Kaldenbach vom städtischen Hochbau vorgestellt.

Die Herausforderung besteht darin, dass der Abbruch der alten und der Bau der neuen Gebäude während des laufenden Betriebs stattfinden müssen. Kinder und Erzieherinnen werden in Container umziehen müssen, während gleich nebenan die Bauarbeiter ihr Werk verrichten. Die Container werden Kaldenbach zufolge ab Oktober aufgebaut, der Umzug in dieselben folgt im November, sodann wird mit dem Abbruch losgelegt. Im neuen Jahr beginnen die Bauarbeiten an dem viergruppigen Neubau, die im Dezember abgeschlossen sein sollen. Die Gebäude für die vier Gruppen sind „in U-Form mit Innenhofsituation“ angeordnet, erklärte Kaldenbach.

Dass die bestehenden Gebäude ausgedient haben, ist überdeutlich. Sie weisen Bauschäden und erhebliche energetische Mängel auf, auch wurden seinerzeit – vor rund 40 Jahren – asbesthaltige Baustoffe verwendet. Architektin Kaldenbach erklärte mit Blick auf entsprechende Nachfragen aus Elternkreisen, dass zunächst die Asbestplatten abgeschraubt würden, bevor der eigentliche Abbruch beginne. Mit Blick auf die Staubentwicklung würden die Bestandsgebäude eventuell „eingehaust“. Hier bleibe aber noch die Expertise von Gutachtern abzuwarten.

Die Entscheidung, dass der Altbau abgerissen und ein Neubau entstehen soll, hatte der Rat bereits 2017 gefällt. Der erst vor fünf Jahren errichtete Erweiterungsbau für zwei Gruppen bleibt davon unberührt.

„Allen Beteiligten wird eine Menge Geduld und Kraft abverlangt werden“, sagte Eva-Maria Voigt-Küppers (SPD) im Ausschuss mit Blick auf die Arbeiten während des laufenden Betriebs. Dennoch ließ sie keine Zweifel daran, dass zügig losgelegt werden sollte. Auch Sylvia Köhne (CDU) berichtete von „großer Akzeptanz“, dass das Projekt trotz der bevorstehenden Widernisse bei Erziehern und Elternvertretern genieße.

Die verbindliche Entscheidung zum Bau wird der Bau- und Technikausschuss fällen. Details zu den Kosten sind bislang nicht bekannt.

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