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Fluglehrer stirbt nach Kleinflugzeugabsturz: Ermittlungsbericht nach tödlichem Unfall in Merzbrück erst in einem Jahr

Fluglehrer stirbt nach Kleinflugzeugabsturz : Ermittlungsbericht nach tödlichem Unfall in Merzbrück erst in einem Jahr

Ein 62-jähriger Fluglehrer ist am Samstagnachmittag nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs auf dem Flugplatz Merzbrück gestorben. Sein Schüler schwebt in Lebensgefahr. Ein Ausweichmanöver war offenbar die Ursache für den Unfall. Doch die Ermittlungen werden dauern.

Gegen 16.40 Uhr wurden Einsatzkräfte der Feuerwehr und Polizei zu einem Absturz eines Kleinflugzeuges gerufen. Der Unfall ereignete sich auf dem Gelände des Flugplatzes Aachen-Merzbrück in Würselen. Nach derzeitigem Ermittlungsstand der Polizei befanden sich das Kleinflugzeug einer Flugschule und ein Hubschrauber gleichzeitig im Landanflug auf den Flugplatz.

Im Zuge eines Ausweichmanövers sei es dann zum Absturz der Maschine gekommen. Der 62-jährige Fluglehrer starb beim Aufprall, sein 21-jähriger Schüler wurde schwer verletzt und später in ein Krankenhaus gebracht. Am frühen Sonntagmorgen konnte die Polizei keine weiteren Angaben zum Gesundheitszustand des jungen Mannes machen.

Zur genauen Klärung der Ursache hat die Polizei die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BfU) hinzugezogen. Dort wurde am Sonntag auf Nachfrage mitgeteilt, dass man über die Unfallursache frühestens in einem Jahr Auskunft geben könnte. Ein Team sei jetzt erst einmal vor Ort und prüfe die Fakten. Mit einem Zwischenbericht sei dann Ende September zu rechnen, sagte Germout Freitag, Pressesprecher der BfU. Dort seien aber lediglich die Fakten zusammengetragen und noch kein abschließende Unfallursache aufgeschrieben. Dies dauere dann noch mal ein halbes Jahr.

„Das ist der Standard und habe nichts mit den besonderen Umständen vor Ort zu tun“, so Freitag. Die BfU habe 19 Flugunfalluntersucher im Einsatz, die rund 2000 Ereignisse pro Jahr zu untersuchen hätten. „Da können Sie sich selbst ausrechnen, warum das so lange dauert.“

Der Flugplatz Merzbrück ist auch am Sonntag weiterhin gesperrt – die polizeilichen Maßnahmen seien am frühen Sonntagmorgen wieder aufgenommen worden, hieß es auf Anfrage bei der Polizei.

(red/pol/cv)