30 Jahre Metropolis in Würselen: Einladung zum großen „Freiluft-Trallafitti“

30 Jahre Metropolis in Würselen : Einladung zum großen „Freiluft-Trallafitti“

Der Verein „Metropolis“ ist 30 Jahre alt geworden. Das Filmtheater im Alten Bahnhof feiert dies mit einem Tag der offenen Tür am Samstag, 31. August, ab 16 Uhr in und rund um die Bahnhofstraße 165.

Markus Roß hat mit der Vorsitzenden Monika Krämer und weiteren Vorstandsmitgliedern über die Vereinsarbeit und künftige Ziele gesprochen.

Auf welche Highlights dürfen sich die Kinofreunde am Samstag freuen?

Monika Krämer: Unser Geburtstag und der damit verbundene Tag der offenen Tür sollen ein Fest für die ganze Familie werden. Große und kleine Kinofreunde haben am Nachmittag die Möglichkeit, im Kinosaal prämierte Kurzfilme zu sehen. Dies machen wir in Zusammenarbeit mit dem Magazin „Movie“. Am Abend startet dann unsere neue Open-Air-Reihe „Freiluft-Trallafitti“ im Hof.

Jürgen Kordes: Aber wir machen an diesem Tag nicht nur Kino, sondern bieten eine Fülle von Beschäftigungsmöglichkeiten und Spielen an wie Hüpfburg, verschiedene Outdoor-Spiele, Live-Musik, ein Selfie-Studio auf dem roten Teppich und vieles mehr. Dazu gibt es Kuchen, Eis, Getränke sowie Streetfood, teils kostenlos, teils zu moderaten Preisen. Mit zwei Live-Musikern runden wir das gesamte Programm ab.

Was verbirgt sich denn hinter dem „Freiluft-Trallafitti“?

Ralf Peters: Ab 18.30 Uhr wird im Innenhof bei voraussichtlich bestem Wetter am lauem Spätsommer-Abend das „Freiluft-Trallafitti“ eingeläutet mit Beisammensein bei Streetfood, Cocktails und Live-Musikbegleitung – alles stimmungsvoll geschmückt und beleuchtet. Um 21 Uhr startet dann auf großer Leinwand unser erstes Open-Air-Kino an der Bahnhofstraße mit der grandiosen Tragikomödie „Taking Woodstock“ – zum 50-jährigen Jubiläum der „Mutter aller Festivals“. Während einer Filmpause wird es dann eine weitere Gelegenheit geben, die vielfältigen kulinarischen Angebote oder einfach nur die Stimmung bei Gesprächen mit Freunden oder neuen Bekanntschaften zu genießen.

Vor drei Jahrzehnten wurde der Verein Metropolis gegründet und hat vor 25 Jahren sein gleichnamiges Filmtheater im alten Bahnhof errichtet. Was ist das Besondere an diesem Kino?

Monika Krämer: Das Besondere sind die vielen ehrenamtlichen Aktiven, die im Rahmen ihrer Vereinstätigkeit und darüber hinaus seit 2006 auch den kompletten Kinobetrieb erfolgreich bestreiten, unser hochwertiges Kinoprogramm, das zu fast 90 Prozent aus deutschen und europäischen Produktionen besteht, sowie die zahlreichen sehr erfolgreichen Sonderreihen, etwa Blue Monday, die BBK-Reihe, die Matinee, der Morgen-Film und jetzt das „Freiluft-Trallafitti“, die wir mit Kooperationspartnern teils schon viele Jahre durchführen. Dabei liegt uns die Besuchergruppe Kinder besonders am Herzen, so dass wir seit vielen Jahren in den Sommerferien und in der Adventszeit kostenlose Veranstaltungen anbieten sowie zu Weihnachten der Tafel in Würselen 50 Kinogutscheine explizit für Kinder spenden.

Christian Jendrzej: Der Verein Metropolis als Betreiber des Kinos muss kostendeckend, aber nicht gewinnorientiert agieren. Dadurch haben wir mehr Freiheiten und Spielräume, Filme außerhalb des Mainstreams zu zeigen und uns in gewissem Rahmen sozial zu engagieren.

Beim Metropolis Filmtheater engagieren sich ausschließlich Ehrenamtliche. Sie suchen sicherlich noch Mitstreiter. Sind dazu eigentlich bestimmte Qualifikationen erforderlich?

Gerd Möhlendick: Für die ehrenamtliche Mitarbeit ist keinerlei Ausbildung nötig. Hierbei geht es in erster Linie um den Spaß im Team und um die gute Kinosache. Alle Tätigkeiten rund um den Kinobetrieb werden im Handumdrehen während des Mitarbeitens erlernt: Ausgabe von Tickets, Snacks und Getränken, Popcorn backen, Filme mit dem Kinoserver vorführen, Plakate kleben, DCP-Filme in den PC kopieren, Kinoflyer verteilen. Natürlich gibt es auch Arbeiten wie Handtücher waschen, Einkaufen, Reinigung des Kinosaals nach den Vorstellungen und vieles mehr.

Sie können sich auf ein treues Stammpublikum verlassen, das regelmäßig die Filmvorführungen am Donnerstag und die vielen Sonderreihen montags, mittwochs oder an den Wochenenden besucht. Mit neuen Angeboten und einem anderen Konzept wollen Sie sich besonders an ein jüngeres Publikum richten. Was ist hier geplant?

Ralf Peters: Neben den Sonderreihen mit gewissem Event-Charakter wollen wir für neue Besuchergruppen weitere attraktive Veranstaltungen „mit feel mehr“ anbieten. Dazu gehören wie beim „Freiluft-Trallafitti“ stimmungsvoll geschmückte und beleuchtete Aktionen, die über das Filmgucken hinaus zum Leute-Treffen einladen. Rahmenprogramme wie besondere Speisen- und Getränke-Angebote, Live-Musik oder passende Kurzfilme vorab sollen einstimmen und die Abende abrunden. Der Innenhof des umgenutzten Bahnhofs bietet dazu mit den Graffiti-Wänden ein sehr schönes „roughes“, urbanes und im Mond- und Sternenglanz fast schon romantisches Ambiente. Passend zu diesen vielschichtigen Stimmungen werden wir mal absurd schräge, mal märchenhaft schöne Filme zeigen. Wir haben da noch sehr viele Ideen, die wir den Besuchern auch bei den beiden noch folgenden zwei „Freiluft-Trallafittis“ am 14. und 28. September präsentieren möchten – hoffentlich als Beginn von vielen schönen Metropolis-Open-Air-Events in den kommenden Spätsommern.

(ro)
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