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DRK Würselen sucht Verstärkung

Blutspende in Würselen : Das DRK braucht dringend neue Leute

Bei Leo Nacken werden die Sorgenfalten auf der Stirn nicht nur altersbedingt immer tiefer. Seit immerhin 55 Jahren engagiert er sich ehrenamtlich im Deutschen Roten Kreuz (DRK), organisiert seit 1983 den Bardenberger Blutspendedienst und seit dem Zusammenschluss mit dem Würselener Ortsverein 2010 auch den im Zentrum und in Broichweiden.

Besorgt muss er zugeben: „Uns fehlt es an Nachwuchs und Unterstützung vor allem bei den Blutspendeterminen in ganz Würselen. Ich und meine Mitstreiterinnen und Mitstreiter werden nicht jünger und wir – Vorsicht Wortspiel – brauchen dringend ,frisches Blut’, jüngere Menschen, die sich in der ehrenamtlichen Hilfe engagierten möchten und so indirekt zu Lebensrettern werden.“

Auch wer dafür nur drei- bis viermal im Jahr einen Nachmittag übrig hat, ist beim DRK gerne willkommen, so Leo Nacken. Bei den Hilfestellungen geht es zum Beispiel um das Herrichten der Räume für die Blutspenden oder die Versorgung mit Imbiss und Getränken für die Blutspender. Leo Nacken rührt die Werbetrommel und lädt ein: „Einfach einmal bei einem unserer Blutspendeterminen vorbeikommen, wir beraten alle Interessenten gerne.“

Leo Nacken selbst wollte 1964 mit dem Zivildienst beim DRK nur eine Alternative zur damals noch üblichen Wehrpflicht nutzen. Doch sein Engagement beim DRK dauert nun bereits 55 Jahre an, und damit ist er inzwischen einer der dienstältesten Ehrenamtler bei der Hilfsorganisation.

„Spiel ohne Grenzen“

Nach seiner „Grundausbildung“ mit den entsprechenden Erste-Hilfe-Kursen wurde Leo Nacken vom DRK vielfältig eingesetzt, so zum Beispiel  auch beim berühmten „Spiel ohne Grenzen“. Der Bäckermeister schulte später sogar zum Altenpfleger um, als er vom Roten Kreuz unter anderem beim Behindertentransport eingesetzt wurde.

Er engagierte sich in der Flüchtlingshilfe, und 1983 übernahm Leo Nacken zusätzlich die Kassenführung im Ortsverein Bardenberg und organisiert seither auch den Blutspendedienst.

Aber Leo Nacken geht auch selbst immer wieder mit gutem Beispiel voran, so hat Leo Nacken inzwischen bereits 182 Mal seinen „Lebenssaft“ zur Rettung anderer Menschenleben zur Verfügung gestellt.

Zahlreiche Auszeichnungen hat Leo Nacken natürlich inzwischen verliehen bekommen, so auch den Verdienstorden des DRK-Landesverbandes, und 2009 bekam er als einer der ersten den „Wöschelter Düvel“.

„Das geht natürlich nur mit der Unterstützung meiner ganzen Familie“, will Leo Nacken sich bei seinen Liebsten bedanken.

Und geht es um Hilfe und Unterstützung, so haben in den vielen Jahren auch die anderen Bardenberger Ortsvereine bei Leo Nacken immer ein offenes Ohr gefunden.

(fs)