DJK Westwacht Weiden beklagt Sportstättenangebot

Interview : DJK Westwacht Weiden ist „stinksauer“ auf die Stadt Würselen

Ein Thema kochte bei der harmonischen Jahreshauptversammlung der DJK Westwacht Weiden so richtig hoch: die Schließung der kleinen Sporthalle am Weidener Markt und die Verzögerungen bei den Planungen zum Weidener Kultur- und Sportstättenkonzept.

Mit enormer „Wut im Bauch“ wurde in der Versammlung die augenblickliche Hallensituation kommentiert, die sich besonders dramatisch für die Tischtennissportler darstellt. Im Interview machen der Vorsitzende der DJK Westwacht Weiden, Josef Kuck, und der stellvertretende Vorsitzende Manfred Engelhoven ihrem Ärger Luft.

Die kleine Halle am Markt wurde im Januar plötzlich geschlossen, Wie ist die Situation zurzeit?

Manfred Engelhoven: Für unseren Verein sehr unbefriedigend. Wenn die Verwaltung bei dem besagten Neubau der Kultur- und Sportstätten genauso so schnell wäre, wie sie bei der Sperrung und endgültigen Schließung der kleinen Halle war, dann wäre der Rohbau schon fertig gestellt. Besonders dramatisch und ärgerlich ist für uns, dass von heute auf morgen viele Gruppen, insbesondere unsere Tischtennissportler, ohne Übungs- und Spielstätte standen. Seitdem haben wir Vereinsvertreter mit Hochdruck nach Alternativen gesucht. Die nicht optimalen Lösungen konnten nur zum Tragen kommen, weil unsere Übungsleiter bereit waren, auch unbequemste Zeiten zu akzeptieren und im Sinne ihrer Teilnehmer anzubieten. Für unsere Tischtennissportler ist die Situation aber noch dramatisch, denn fünf Wettkampfmannschaften wissen immer noch nicht, wo sie ihre Wettkämpfe austragen sollen.

Herr Kuck, Sie bemängeln, dass die Planungen zum Weidener Kultur- und Sportstättenkonzept auf der Stelle treten. Wie ist hier der Sachstand?

Josef Kuck: Es bedurfte im letzten Jahr großer Anstrengungen der Politik zu verdeutlichen, weshalb die von uns geforderten Kultur- und Sportstätten in das Dorf, und zwar an die Parkstraße, und nicht außerhalb auf die grüne Wiese gehören. In einem Ratsbeschluss am 26. Februar dieses Jahres haben sich Vertreter der meisten politischen Parteien dafür ausgesprochen und ein deutliches Votum für den Standort Parkstraße abgegeben.

Wann tut sich denn etwas?

Josef Kuck: Das wüssten wir auch sehr gerne. Wir hatten gedacht, mit besagtem Ratsbeschluss endlich den Durchbruch geschafft zu haben. Weit gefehlt: ein weiterer Beschluss des Umwelt- und Stadtentwicklungsausschusses am 9. April platzierte unser Projekt in das Integrierte Handlungskonzept für Broichweiden. Hierdurch wird es wieder auf die lange Bank geschoben, zumal dieses IHK zur Bearbeitung beim städtischen Planungsbüro von Manfred Schmitz-Gehrmann angesiedelt ist, dessen Posten nach seiner Pensionierung vakant ist. Der Nachfolger wird nach Amtseinführung sicherlich nicht zu allererst dieses IHK für Broichweiden vorantreiben. Das bedeutet: die Realisierung unseres Projektes ist wieder erfolgreich auf Eis gelegt worden. Wer hierfür verantwortlich ist, ob Verwaltung oder Politik, das zu beurteilen überlassen wir anderen. Fest steht aber: wir Vertreter der Broichweidener Vereinsgemeinschaft sind hierüber stinksauer!

(ro)