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Sport- und Kulturzentrum: Broichweidener Vereinsgemeinschaft bleibt am Ball

Sport- und Kulturzentrum : Broichweidener Vereinsgemeinschaft bleibt am Ball

Bereits zum vierten Mal hat die Broichweidener Vereinsgemeinschaft die Vertreter der im Rat der Stadt Würselen vertretenen Fraktionen und die Verwaltungsspitze zu einem Gespräch eingeladen, Thema: Sachstand zum Weidener Sport- und Kulturzentrum.

Die Weiterentwicklung der Sportanlage Parkstraße ist auch Thema bei der nächsten Ratssitzung am Dienstag, 1. September, Beginn 18 Uhr in der Aula des städtischen Gymnasiums, Klosterstraße 74.

Der Sprecher der Vereinsgemeinschaft, Josef Kuck, schildert folgend den Ablauf des Treffens der Vereinsgemeinschaft mit Vertretern der Würselener Verwaltung und Politik aus seiner Sicht.

Dass das Thema für die Politiker ein mehr als drängendes sei, hätten sie an der prominenten Besetzung der auf je zwei Personen begrenzten Delegationen deutlich gemacht, seien doch mit Roger Nießen (CDU), Beigeordneter der Verwaltung), Leo Schreinemacher (UWG) und Frank Schniske (FDP) gleich drei Bürgermeisterkandidaten gekommen. Für die Verwaltung habe Fachdienstleiter Hans Brings teilgenommen

Kuck habe an die Ratsbeschlüsse erinnert, wonach das Kommunalparlament das wichtige quartiersbildende und identitätstiftende Element wie Sport- und Kulturstätten im Zentrum des Ortsteils Weiden befürwortet sowie die Planung des Kunstrasenplatzes in Linden-Neusen noch in 2020 beauftragt habe. Weiterhin habe Kuck betont, dass die Broichweidener Vereine in ihrem zweiten Entwurf zur Umsetzung der benötigten Sport- und Kulturstätten lediglich mit Dreifachhalle, mit Turnhalle sowie mit Rasenspielfeld und Parkplätze jene Elemente übernommen hätten, die am von der Verwaltung favorisierten Gelände „bei Kappertz“ vorgesehen waren, um darzulegen, dass diese Elemente auch an der Parkstraße platziert werden könnten. Dieser Entwurf sei aber keine Forderung, vielmehr lediglich ein Vorschlag der Vereine, über den man bereit sei, sich mit Vertretern der Verwaltung, mit einem Fachplaner/Architekten und mit den Gutachtern für verkehrliche und immissionsrechtliche Belange auseinanderzusetzen und gemeinsam nach einer realisierbaren Lösung zu suchen.

Roger Nießen habe laut „Protokollant“ Kuck den Sachstand aus Sicht der Verwaltung vorgetragen, wonach man – weisungsgemäß der Beauftragung durch den Rat – mit Gutachtern daran arbeite, belastbare Aussagen zu Verkehr und Lärmschutz zu erhalten. Dass verkehrlich nicht mit Schwierigkeiten zu rechnen sei, habe er der Versammlung versichert. Um die Problematik des Lärmschutzes den Anwesenden transparent zu machen, habe Nießen als Gast den von der Stadt beauftragten Gutachter Stefan Kadansky-Sommer mitgebracht. Dieser habe betonte, dass es sich bei seinen Untersuchungen noch nicht um ein Gutachten gehandelt habe, sondern um die Darstellung der lärmschutztechnisch neuralgischen Punkte, die er der Versammlung erläuterte.

In der anschließenden Diskussion hätten laut Kuck die Vertreter der Fraktionen unisono ihren Ratsentscheid bekräftigt, am Standort Parkstraße festhalten zu wollen.

Für die FDP habe Hans Carduck die stadtteilorientierte Lösung für Broichweiden hervorgehoben, aber auch gemahnt, die avisierte Anzahl an Parkplätzen zu überdenken. Karl-Jürgen Schmitz (CDU) habe gefordert, dass man in eine konkrete Planung unter Beteiligung der Vereine einsteige, um die Fragen der Machbarkeit zu klären, und nicht, um nur immer zu fragen, was nicht gehe. Michael Jochmann (UWG) habe die Länge des Verfahrens beklagt, aber auch einen rechtssicheren Ansatz bei möglichen Planungen betont.

Kompromisse nötig?

Michaela Benja (UWG) habe das Tempo der Verwaltung bemängelt, fürchtete aber auch, dass am Standort Parkstraße Kompromisse nötig sein werden. Christoph Küppers (SPD) habe laut Kuck die Vereine aufgefordert, konkrete Anforderungen in Form einer Leistungsbeschreibung zu stellen, um damit eine Ausschreibung erstellen zu können, um verschiedene Konzepte präsentiert zu bekommen. Dazu solle eine regelmäßig tagende Arbeitsgruppe ins Leben gerufen werden. Angesichts der maroden Sportstätten und des erheblichen Bedarfs für Schulen und Vereine habe er die Verwaltung zur Eile gemahnt.

(ks)