Brand bei Kronenbrot in Linden-Neusen schnell unter Kontrolle

Großaufgebot gefordert : Brand bei Kronenbrot schnell unter Kontrolle

Es war ein schwarzer Tag für Kronenbrot am Mittwoch: Erst der erneute Insolvenzantrag am Mittag wegen drohender Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung der Bäckereigruppe, und am frühen Abend musste auch noch die Feuerwehr am Stammwerk an der Fronhofstraße in Linden-Neusen anrücken.

Gegen 18.20 Uhr war der Alarm eingegangen, mit einem Großaufgebot an Fahrzeugen, Mannschaften und Material rückte die Würselener Feuerwehr aus. Vor Ort stellten die Einsatzkräfte fest, dass die Isolierung eines Ofens in Brand geraten war. Zwei mit Atemschutzgeräten ausgerüstete Trupps gingen zum Löschen in die Werkhalle vor. Da auch ein Kamin betroffen war, wurde der Dachbereich über die ausgefahrene Drehleiter mit einer Wärmebildkamera überprüft.

Die Flammen waren rasch gelöscht. Jedoch dauerten die Nachlöscharbeiten an, wie Wehrsprecher Ralf Jüsgens auf Nachfrage unserer Zeitung erläutert. „Das Dämmmaterial zu entfernen, war sehr zeitintensiv.“ Und sehr schweißtreibend: Die Metallplatten des Ofens mussten von Wehrkräften unter Atemschutz demontiert und der faserige Dämmstoff mühselig abgetragen werden. Mit dem in Würselen stationierten Gerätewagen Atemschutz wurden weitere benötigte Gerätschaften zur Einsatzstelle gebracht.

Verletzt wurde niemand, die Mitarbeiter hatten sich schon rechtzeitig in Sicherheit gebracht, wie Jüsgens darlegt. Nach rund dreieinhalb Stunden war der Einsatz der Löschzüge Broichweiden und Würselen-Mitte sowie der hauptamtlichen Wache und der Führungsunterstützungsgruppe beendet. Rund 60 Leute, so Jüsgens, seien insgesamt vor Ort gewesen. Auch Kreisbrandmeister Thomas Sprank machte sich ein Bild der Lage. Der Löschzug Bardenberg stand derweil für eventuelle weitere Einsätze im Stadtgebiet in Bereitschaft.

(bea)
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