Bardenberg: Heinz Viehoff verteidigt größeren Nettomarkt am Kaiser

Bardenberg: Sozialdemokrat Viehoff verteidigt größeren Nettomarkt am Kaiser

Heinz Viehoff (SPD) spricht sich für einen größeren Netto-Markt am Kaiser in Bardenberg aus. Ein Tante-Emma-Laden wäre zwar schön, könne aber die Versorgung nicht decken. Die Forderung nach einem Gesamtkonzept für den Stadtteil unterstützt Viehoff.

Heinz Viehoff ist einer von denen, die ihr Herz auf der Zunge tragen. Und besonders wenn es um „sein“ Bardenberg geht, ist das Mitglied der SPD-Fraktion im Würselener Rat schnell auf dem Plan, zumal wenn es um die Auseinandersetzung mit politischen Mitbewerbern geht – in diesem Fall die CDU. Die Christdemokraten haben einen Antrag eingebracht, in dem es um die Aufstellung eines Ortsteilrahmenplans für Bardenberg geht (Beitrag „Ein Konzept für Bardenberg soll her“, Ausgabe vom 5. Februar).

„Mut haben, etwas umzusetzen“

Da fühlt sich Viehoff angesprochen. „Das Zitat der CDU ‚Statt planloser Einzelmaßnahmen sollte zusammen mit den Bürgern Bardenbergs ein Gesamtkonzept für die Zukunft entwickelt werden’ zielt auf meine Bemühungen zur Ansiedlung eines größeren Netto-Marktes an der Straße Am Kaiser ab“, sagte er dazu im Gespärch mit unserer Zeitung. Seine Aktivitäten für den Stadtteil Bardenberg seien dagegen sehr wohl in ein Gesamtkonzept eingebunden.

„Ich möchte nur nicht, dass das geplante Gesamtkonzept der CDU zu einem ‚Singergelände 2.0’ für Bardenberg wird, man muss auch schon mal den Mut haben, etwas umzusetzen.“ Der kleine Nettomarkt an der Dorfstraße mit der eingeschränkten Parksituation und dem schwierigen Anlieferverkehr wäre längst Geschichte, wenn der Kette nicht eine Alternative für einen anderen Standort geboten worden wäre. Außerdem läge der neue Nettomarkt direkt an Haltestellen der Linien 21 und HZ1 und sei somit auch für Bürger zu erreichen, die über kein Auto verfügen.

Mit viel Engagement habe er zum Beispiel für die Bürger von Pley einen mobilen Nachversorger aus Euskirchen gewonnen, der bis zum heutigen Tag Pley anfährt.

Viehoff wundere sich schon, dass sich Karl-Jürgen Schmitz, Fraktionsvorsitzender der CDU, sich jetzt auch für Bardenberg ins Zeug legen wolle. „Für Würselen bekommt er nicht mal die ‚Brötchentaste’ hin“, sagt er.

Die „grüne Ansicht“ bleibe den Anwohnern auch bei einem Nettomarkt Am Kaiser erhalten. Die Sicherheit des Schulwegs sei durch die Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 km/h auf der gesamten Strecke vom Kreisverkehr Heidestraße bis zum Kreisverkehr Pley und durch Schülerlotsen gesicherte Übergänge gewährleistet. Der Busverkehr der Linie 21 mit den großen Gelenkbussen und des HZ1 verlaufe auch über die Straße Am Kaiser und sei durch die vorstehenden Maßnahmen ohne Probleme möglich. „Oder will man Bardenberg vom öffentlichen Nahverkehr abkoppeln?“ fragt Viehoff.

Ein Tante Emma-Laden für Bardenberg wäre sicher willkommen, könne aber die Grundversorgung des Ortskerns nicht abdecken.

„Dass sich das ‚Leuchtturmprojekt‘ der Inoges AG realisiert, ist ein wahrer Glücksfall für Bardenberg, den sich weder die CDU noch die SPD alleine auf die Fahnen schreiben können“, sagt Viehoff. Das gesamte Areal des Krankenhausgeländes sei übrigens für die Überplanung reserviert.

Und abschließend: „Ein Gesamtkonzept für Bardenberg zu erstellen, um auch Zuschüsse aus dem Programm Stadtentwicklung zu erhalten, ist zu begrüßen. Man muss aber auch mal dringende Schritte, die durchaus in ein solches Konzept passen, wagen. Eine Hängepartie wie beim Singergelände – egal wer dafür verantwortlich ist – muss unbedingt für Bardenberg vermieden werden.“

(-ks-)
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