Modellbau Flugshow: Alles was fliegt, landet im Elchenrather Feld

Modellbau Flugshow : Alles was fliegt, landet im Elchenrather Feld

Der Traum vom Fliegen hat bei den Menschen auch im Zeitalter des Billigfliegens nicht an Reiz verloren. Das zeigt sich immer auch dann, wenn in Würselen die Tage des Condors anstehen.

Das Wetter zeigte sich entgegen den Vorhersagen dann doch von seiner zumindest trockenen Seite. Und so kamen zahlreiche Zuschauer an gleich beiden Tagen ins Elchenrather Feld zu den internationalen Flugtagen des „Condor“, so dass die Verantwortlichen um Club-Chef Ralph Crumbach am Ende durchaus zufrieden sein konnten.

Dicht gedrängt standen die begeisterten Zuschauer rund um das Flugfeld und bewunderten die Leistungen der Piloten aus ganz Deutschland, den Niederlanden und Belgien. Hautnah ließen sich dabei die herrlichen Modelle – manche haben bis zu sechs Meter Spannweite – bewundern. In den Lüften vollzogen sie teils atemberaubende Manöver, über Lautsprecher erklärt von den Sprechern des „Condor“.

Am Boden nahmen die Besucher die Gelegenheit immer wieder war, sich die dicken Brummer, die historischen Nachbauten oder auch die futuristisch anmutenden Eigenkonstruktionen einmal ganz aus der Nähe anzuschauen und auch erklären zu lassen. Und so wurde es für viele ein richtig erlebnisreicher Besuch im Elchenrather Feld.

Ein besonderer Blickfang in diesem Jahr war das Testflugzeug von Daniel Lux aus Aalen. Sein Schleppflieger ist mit einem starken 19 kW Elektromotor ausgestattet, der einen gegenläufigen Doppelpropeller antreibt.

Auch die kleinen Gäste kamen wieder voll auf ihre Kosten. Mitgebrachte Kuscheltiere konnten einmal mehr hier ihren Pilotenschein machen und die niederländischen Pilotenfreunde ließen aus gleich mehreren Fliegern Bonbons regnen.

Immer wieder zeigten die teilweise von weit her angereisten Modellflieger ihr Können an den Steuerknüppeln, blieben natürlich mit beiden Beinen fest am Boden, ernteten regelmäßig Szenenapplaus. Ob die historischen Fluggeräte, nachgebaute Doppel- oder Dreifachdecker, richtig große Verkehrsmaschinen, ob Segelflieder mit Spannweiten bis zu sechs Metern oder die super schnellen Jet´s, die mit über 200 Sachen über den Platz donnerten, alle bekamen reichlich Beifall. Und wenn es die Piloten dann noch schafften, ihre Modelle nach einem tollen Flug sicher zu landen oder gar mit der ausgestreckten Hand zu „fangen“, dann war die Hochachtung bei den begeisterten Zuschauern perfekt.

Ein ganz prächtiges Hobby für Jung und Alt? Condor-Vorsitzender Ralph Crumbach: „Das ist nicht nur was für den jung gebliebenen Erwachsenen, vor allem wenn sich Kinder für Technik interessieren kann es für sie richtig interessant sein. Wer Interesse hat, einfach mal bei uns im Elchenrather Feld vorbeischauen. Wir erklären nicht nur, wir zeigen die Praxis und helfen dann auch bei den ersten eigenen Schritten.“

(fs)
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