Albert Sous: Lesung im Alten Rathaus in Würselen

Stadtbücherei Würselen : Interesse am Lebensweg und -werk von Albert Sous

Nach der Mitgliederversammlung des Fördervereins Stadtbücherei Würselen, deren vorrangige Tagesordnungspunkte Rückblick, Jahresvorschau und Entlastung des Vorstands zügig abgewickelt wurden, begann die Lesung zur Autobiographie des Würselener Künstlers Albert Sous, die als durchaus besonders angesehen werden kann und zu der der Förderverein eingeladen hatte.

Rolf Rüland, Christa Ross und Angela Ortmanns-Dohrmann hatten sich dieser Autobiographie aus verschiedenen Blickwinkeln und Sichtweisen genähert.

Die Jugendzeit – 40er bis 60er Jahre – war eine besondere Zeit im Leben von Albert Sous, geprägt von Verzicht, aber auch Natur, Freiheit, Streben nach Wissen und Hinwendung zur bildenden Kunst. Diesen Teil des frühen Lebens von Albert Sous präsentierte Rolf Rüland und ließ manches wiedererkennende Lächeln beim Publikum sehen.

Über die Arbeit als Goldschmied mit den feinsten und kleinsten Werkzeugen, über die Zeit als bildender Künstler mit Edelstahl und anderen Materialien, weniger als Suchender als Findender – Prinzip Finderlohn – las Christa Ross den faszinierten Zuhörern vor.

Auch die Begegnungen mit Künstlern aus aller Welt, schon in der Zeit des Kalten Krieges in Prag, aber auch in Frankreich und unseren Nachbarländern, wurden lebendig. Auch der Bau der nicht unumstrittenen Kuppel aus Weinflaschen, der bis heute als wunderschöner Blickfang das Sous-Haus am Ravelsberg krönt, war natürlich Thema im Beitrag von Angela Ortmanns-Dohrmann.

Sie las über die Probleme mit der Stadtverwaltung – vor langer Zeit - und über die kreative Lösung des Problems der Familie Sous.

Das besondere dieser Lesung aber war die Kommunikation der Vorlesenden und dem Publikum mit dem Autobiographen. Immer wieder wurden die Lesebeiträge ergänzt durch kleine Anekdoten und Erinnerungen von Albert Sous, in die auch seine Frau Susi mit einbezogen wurde, denn, so der Künstler, ohne seine Familie wären sein Werk, sein Leben und seine Kunst nicht das, was sie sind.

(fs)