Würselen: Würselen mit Kinderfeuerwehr Vorreiter in der gesamten Städteregion

Würselen : Würselen mit Kinderfeuerwehr Vorreiter in der gesamten Städteregion

Mit der Gründung einer Kinderfeuerwehr war die Feuerwehr Würselen Vorreiterin in der gesamten Städteregion. Bereits im Jahre 2015 wurden in den Löschzügen Würselen-Mitte und Broichweiden Kinderwehren gegründet.

In diesen Gruppen können Kinder bereits ab sechs Jahren spielerisch an die Aufgaben der Feuerwehr herangeführt werden. Dieses Angebot wurde von vielen Kindern angenommen. Inzwischen wurden bereits die ersten Kids im Alter von zehn Jahren in die Jugendfeuerwehr übernommen.

Unwegsames Gelände: Unter anderem musste ins Unterholz an der Waldstraße eine Wasserleitung verlegt werden.

Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt die Kommunen bei der Gründung einer Kinderfeuerwehr mit einem Förderprogramm. Über den Verband der Feuerwehren werden sogenannte „Starterpakete“ angeboten, in denen sich neben Lernspielen, Büchern und DVDs auch ein Bambini-Löschfahrzeug als Tretauto befindet. Die Spielzeuge sind bereits bei der Würselener Kinderfeuerwehr „im Einsatz“.

Außerdem wird vom Land die Beschaffung eines Mannschaftstransportfahrzeugs durch einen Zuschuss in Höhe von 80 Prozent der Anschaffungskosten gefördert. Ein solches Fahrzeug wurde jetzt durch Bürgermeister Arno Nelles an den Leiter der Feuerwehr, Patrick Ameri, im Beisein der Kinder und deren Betreuer übergeben.

Primär wird das Fahrzeug als Transportmittel für den Nachwuchs genutzt, wozu sich sechs Kindersitze an Bord befinden. Darüber hinaus ist das Fahrzeug auch als Einsatzfahrzeug nutzbar und mit einer Funkausrüstung sowie einer Sondersignalanlage ausgestattet.

Bürgermeister Nelles und Wehrleiter Ameri bedankten sich bei den Kids und ihren Betreuern für ihr bislang an den Tag gelegtes Engagement, verbunden mit dem Wunsch, dass die Kinder über die Jugendwehr zu aktiven Feuerwehrleuten heranwachsen. Die Leiterin der „Löschzwerge“ Broichweiden, Stefanie Wertz, und der Vize-Leiter der „Kidzwehr“ Würselen-Mitte, Torsten Hoffmann, stimmten bereits Termine für die Nutzung des neuen Gefährts ab.

Für die großen Wehrleute in der Stadt wurde es aufgrund des trockenen Wetters indes wieder brenzlig: Zu einem Flächenbrand hinter dem „Carlshof“ zwischen Birk und Euchen wurde die Würselener Feuerwehr am Freitagnachmittag gerufen. Durch ein heißgelaufenes Bauteil einer Strohpresse waren dort zwei Ballen in Brand geraten. Das Feuer hatte bereits auf das abgeerntete Stoppelfeld übergegriffen. Mit dem auf den drei Löschfahrzeugen mitgeführten Wasser wurde das Feuer schnell gelöscht.

Zur Vermeidung der weiteren Brandausbreitung wurde die betroffene Fläche durch einen Landwirt mit einem „Grubber“ eingegrenzt. Zu Nachlöscharbeiten wurde Wasser im Pendelverkehr von einem Hydranten an der Broicher Straße zum Feld transportiert. Im Einsatz waren die Kräfte der Feuerwache und des Löschzuges Broichweiden.

Beim Abrücken meldete die Leitstelle einen weiteren Flächenbrand an der Waldstraße. Sofort rückten die Einsatzkräfte vom Carlshof dorthin aus. Zusätzlich wurde der Löschzug Würselen-Mitte alarmiert.

Beim Eintreffen der ersten Kräfte brannten 20 Quadratmeter Unterholz in Hanglage etwa 150 Meter von der Straße entfernt an einem Fußweg. Von einem Hydranten wurde eine Versorgungsleitung in das unwegsame Gelände verlegt. Das Feuer war schnell gelöscht.

Wegen der lang anhaltenden Trockenheit waren jedoch umfangreiche Nachlöscharbeiten nötig. Nach zwei Stunden war der Einsatz erledigt.

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