Würselen: Imagefilm der Stadt soll übersetzt werden

Imagefilm der Stadt Würselen : Übersetzung erwünscht, um international verständlich zu sein

Einen Imagefilm hat die Stadt Würselen über Sponsoring erstellen lassen und auf ihre Webseite gestellt, wo er sich reger Beliebtheit erfreut. Das hat die Politik auf eine Idee gebracht.

SPD- und FDP-Fraktion brachten einen gemeinsamen Antrag in den Haupt- und Personalausschuss ein, diesen Film „International“ zu vertonen. Christoph Küppers (SPD): „Über das Internet ist dieser Film weltweit abrufbar, und wir können nicht davon ausgehen, dass überall Deutsch verstanden wird. Auch der Blick aus unseren Partnerstädten soll gefördert werden. Die Grenznähe und das Werben als Industriestandort auf internationalen Ebenen sollten ebenso unterstützt werden.“

So solle der Inhalt des Films auch in Englisch, Niederländisch, Französisch und Italienisch sowie in Chinesisch, Türkisch und Arabisch zu vernehmen sein. Dazu, so die Ausführung der Verwaltung, seien mehrere Schritte erforderlich. Zunächst müsse übersetzt und dann neu vertont werden. Dabei könne es unter Umständen erforderlich werden, dass der Film auch neu geschnitten werden müsse, damit sich Bilder und Text entsprechen. So kämen für die beantragten Sprachen Kosten von gut 10.000 Euro zusammen, die in den Haushalt 2019 eingestellt werden müssten.

CDU-Fraktionschef Karl-Jürgen Schmitz hielt solch einen Aufwand für überzogen: Es müsse reichen, eine englische und eine französische Fassung bereitzustellen, besonders im Netz seien dies die „Regelsprachen“ und die Kosten würden dann nur rund 2000 Euro betragen. Nachdem sich UWG und Grüne dieser Meinung angeschlossen hatten, wartete Bürgermeister Arno Nelles mit einem Kompromiss-Vorschlag auf: den Film auf Englisch und Französisch zu vertonen und andere Sprachen als Untertitel zur Verfügung stellen.

Dem schlossen sich alle Fraktionen an, die Verwaltung wurde beauftragt, die Kosten für die Untertitel zu ermitteln und den Punkt in der nächsten Sitzung des Haupt- und Personalausschuss erneut auf die Tagesordnung zu stellen.

(da)
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