Herzogenrath: Workshops zur Flüchtlingshilfe

Herzogenrath: Workshops zur Flüchtlingshilfe

Fast 40 Ehrenamtliche, die sich in der Flüchtlingsarbeit engagieren, waren der Einladung zum ersten Wertschätzungs- und Fortbildungstag gefolgt. Die Organisatorinnen der Stadt Herzogenrath, Kerstin Harings und Birgit Kuballa, freuten sich über die große Resonanz und die gute Stimmung.

Mit Unterstützung der Flüchtlingsberatung, dem Stadtsportverband und dem FrauenKomm.Gleis1 Herzogenrath war ein interessantes Workshopangebot zusammengestellt worden.

Zum Einstieg in den Tag wurde ein Kurzfilm über eine vor zehn Jahren nach Deutschland geflüchtete Familie aus dem Kosovo gezeigt. Dann folgten die Workshops, die unterschiedliche Facetten in der Flüchtlingsarbeit beleuchteten.

Sprachlernprogramm vorgestellt

Unter anderem wurde ein Selbstlernprogramm für die deutsche Sprache am PC von Graziano Vello, Flüchtlingsberatung Herzogenrath, vorgestellt. Ehrenamtliche haben durch diese Einführung die Möglichkeit, Flüchtlingen die Funktionsweise des Programms zu zeigen. Hierfür stehen zwei PCs in den Sammelunterkünften und im neuen Willkommenstreffpunkt im Pavillon am Bahnhof Herzogenrath zur Verfügung.

Parallel dazu leitete Daniel Hencel, Kultur- und Medienwissenschaftler, Regisseur des Einführungsfilms und zudem im Stadtsportverband tätig, eine Gesprächsrunde mit mehreren Flüchtlingen. Nach einer Pause hatten die Teilnehmenden erneut die Möglichkeit, an zwei verschiedenen Workshops teilzunehmen. Herr Ismailovski (Café Zuflucht Aachen) erläuterte das Asylverfahren. Zum Abschluss gab es ein großes Buffet mit internationalen Gerichten. Flüchtlinge hatten es sich nicht nehmen lassen, Spezialitäten aus ihren jeweiligen Heimatländern zu stiften.

Der Vormittag beginnt um 9 Uhr mit einem kleinen Frühstück und bietet dann folgende parallele Workshops: Umgang mit traumatisierten Flüchtlingen, Flüchtlinge im Verein: Versicherungsschutz, Spielerrechte, finanzielle Unterstützungen usw. Ebenso „Sprechen ohne Sprache“ — eine Situation, die viele Ehrenamtliche sicher aus der Praxis kennen - und für das eigene Wohlbefinden die Möglichkeit, „Lachyoga“ kennen zu lernen. Der Tag schließt wiederum mit einem Mittagsimbiss und bietet viel Zeit zum persönlichen Austausch.