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Alsdorf: Wohnen in Alsdorf mit Allgäuer Flair

Alsdorf : Wohnen in Alsdorf mit Allgäuer Flair

Mit rasantem Tempo schreitet die Entwicklung auf dem ehemaligen Zechengelände voran - nicht zuletzt dank der intensiven Aufmerksamkeit, die das Zukunftsprojekt im Herzen der Stadt bei der Landesregierung und ebenso beim Bund genießt.

„Hier entsteht gewaltiges neues Leben”, brachte es Hans Vorpeil (MdL) auf den Punkt. Und so war es am Montag die stellvertretende Kölner Regierungspräsidentin Ulrike Schwarz, die im Rathaus einen weiteren „Zuwendungsbescheid” überreichte - nicht ohne sich auf Einladung von Bürgermeister Helmut Klein vor Ort auch selbst einen aktuellen, persönlichen Eindruck von der „neuen Mitte Alsdorfs” zu machen.

Das gewichtige Papier, das Frau Schwarz an Klein übergab, war insgesamt 500.000 Euro „schwer”. Mit diesem Geld können weitere drei Baufelder auf der ehemaligen Zechenbrache „baureif” gemacht werden.

Dabei handelt es sich um den künftigen Busbahnhof an der Bahnhofstraße, wo die Arbeiten zur Herrichtung des Bauareals im Schatten der altehrwürdigen Unterstation bereits in vollem Gange sind.

Darüber hinaus werden damit zwei zusätzliche Baufelder für die Wohnbebauung am Rande des Anna-Parks erschlossen. Auch hier drehen sich die Baukräne so zügig, dass bereits rund 120 Hauseinheiten an die Bewohner übergeben werden konnten.

Speckgürtel

Und meistens sind es Neubürger, die sich dort in prächtiger Umgebung schnell heimisch fühlen. Angesichts des „wunderschönen Blicks” auf die Haldenlandschaft sieht sich Bürgermeister Klein dabei an den Allgäu erinnert.

„Ein ruhiger Standort mitten in der Stadt”, sah auch Ulrike Schwarz weitere Reize dieses Wohngebietes. Sie staunte selbst über das vorgelegte hohe Entwicklungstempo, kannte sie die ersten Ansätze für Nutzungskonzepte noch aus ihren Aachener Hochschulzeiten.

Klein hat im Übrigen unter den Siedlern schon etliche wiedererkannt, mit denen er einst gemeinsam in der Aachener Stadtverwaltung gearbeitet hatte. Alsdorf habe das Glück, zunehmend „als Speckgürtel Aachens zu fungieren”, freut sich der Bürgermeister: „Das ist genau der Impuls, den wir brauchen.”

LEG-Projektmanager Christoph Kemperdick kündigte neben dem Engagement des Aachener Bauunternehmers Georg Quadflieg konkrete Vereinbarungen mit zwei zusätzlichen Wohnungsbau-Investoren an.

Die Stellvertreterin von RP Jürgen Roters stellte am Montag einen weiteren Zuschuss für die Stadt Alsdorf in Aussicht. Dabei handelt es sich um rund 300.000 Euro.

An der zugesicherten Förderung werde angesichts der angespannten Haushaltslage festgehalten, die Maßnahme „ausfinanziert”, sagte Ulrike Schwarz weiter. Schließlich handele es sich um eine „Kerninvestition für die Stadtentwicklung” Alsdorfs und ihre Bürger, wofür immerhin sonst nicht mehr übliche 90 Prozent der veranschlagten Kosten fließen.

Bereits im März wurde die erste Million für den Busbahnhof aus der Landesschatulle bewilligt. Die nun bereitgestellte Summe stammt im Übrigen vom Bund.