Würselen: Wird Gesamtschule fünfzügig?

Würselen: Wird Gesamtschule fünfzügig?

Es ist für jede Bildungseinrichtung schwierig, Schüler an zwei Standorten zu unterrichten. Das steht jetzt der im Gebäude der ehemaligen Hauptschule an der Lehnstraße heranwachsenden Gesamtschule bevor.

Da der an der Krottstraße geplante Neubau erst 2019 bezugsfertig ist, müssen zum Beginn des Schuljahres 2018/19 die vier zukünftigen achten Klassen in die Realschule an der Tittelsstraße umziehen, weil die eigenen Räumen nicht mehr ausreichen. Die Realschule läuft im Jahre 2020. Deshalb sind dort genügend Räume vorhanden, wie es im Bildungsausschuss hieß.

Es kommt eine weitere Herausforderung auf die Gesamtschule zu, die sie nun ebenso wie bereits andere weiterführende Schulen, so das städtische Gymnasium, zu meistern hat. Die Zahl der zugewanderten Schüler nimmt rasch zu. Dabei geht es nicht nur um Kinder von Flüchtlingen, sondern auch um Kinder von Familien etwa aus Rumänien oder Spanien. Diese Kinder müssen durch Sprachförderung fit für Regelklassen gemacht werden. Dies geschieht in Sprachfördergruppen oder Integrationsklassen, nun auch an der Gesamtschule.

Bislang konnte die Gesamtschule pro Jahrgang maximal 108 Schüler in vier Klassen aufnehmen. Es mussten deshalb fürs nächste Schuljahr bereits 15 Kinder aus Würselen, vier aus Aachen und eins aus Herzogenrath abgewiesen werden. Jetzt könnte mit Blick auf die Schülerentwicklung doch noch eine fünfte Klasse eingerichtet werden müssen, um Platz für die Beschulung zugewanderter Kindern in Regelklassen zu gewährleisten.

Die Durchmischung würde zur Auflösen der Klassenverbände der „Achter“ führen. Deren Bestand hatte die Schulleitung vor kurzem noch den Eltern zugesagt, wie stellvertretender Schulleiter Jan Brumberg sagte. Er machte zudem klar, dass sich eine einmal gebildete fünfte Klasse angesichts der starken Nachfrage schnell auffüllen würde. Damit wäre die Gesamtschule frühzeitig fünfzügig.

(-ks-)